Astral Doors - New Revelation

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VÖ: 14.09.2007
Bandinfo: ASTRAL DOORS
Genre: Heavy Metal
Label: Locomotive Records
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Lineup  |  Trackliste

Warum zum Donnerwetter kennt die ASTRAL DOORS immer noch kein Schwein? Seit ihrer Bandgründung im Jahr 2003 haben die Schweden bereits drei Alben veröffentlicht, eines besser als das andere. Nun steht mit "New Revelation" bereits der vierte Streich ins Haus, und damit wird es eigentlich höchste Zeit, daß diesen Jungs endlich die Anerkennung zuteil wird, die ihnen verdammtnochmal zusteht. Eigentlich...

Jaja ich weiß, ich hatte den ASTRAL DOORS auf "Astralism" (2006) noch vorgeworfen, sie würden ihre Weiterentwicklung vernachlässigen, doch damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ausgerechnet der eröffende Titeltrack schlägt völlig aus der Art und geht mit verstärktem Keyboard-Einsatz und seinem fröhlichen Refrain locker als Melodic Metal Nummer durch. Nach diesem unüblichen (und für eine Band wie die ASTRAL DOORS auch unpassenden) Anfang kommen die Schweden nur langsam in Schwung und stolpern gleich mal über "Freedom War", dessen seichte Strophen mit der kräftigen Stimme von Nils Patrik Johansson überhaupt nicht kompatibel ist. Jungs, was macht ihr denn? Ihr könnt doch hier nicht so rumdümpeln... Bevor sich leise Verzweiflung regt gerät das Werkl mit "Pentecostal Bound" dann doch langsam in Schwung, wenn auch nicht wirklich zwingend. Aber dann! Mit der Power Ballade "Bastard Son" beweist Johansson, daß er auch ruhigere Nummern singen kann - Gänsehautfeeling! Bei "Waiting For The Master To Call" wartet die Band eindeutig auf einen Anruf von Onkel DIO. Viel besser hätte das der "Master" himself auch nicht hinbekommen. Damit wird auch schon die zweite Albumhälfte eingeläutet, die sich deutlich an den Wurzeln der Band orientiert. Man merkt den ASTRAL DOORS förmlich an, wie wohl sie sich fühlen, wenn sie einfach hemmungslos drauflos rocken dürfen. Von da an leisten sich die Schweden keinen Ausfall mehr.

Irgendwie ist das eine komische Scheibe geworden. Die ASTRAL DOORS haben sich ganz offensichtlich bemüht, ein vielfältigeres Album als zuletzt zu zimmern. Auf eine Weise ist ihnen das auch gelungen, trotzdem ist die "traditionell" gehaltene zweite Hälfte der Scheibe die deutlich bessere. Das macht den holprigen Beginn wieder einigermaßen wett, doch 100%ig einverstanden bin ich mit "New Revelation" trotzdem nicht, denn eigentlich... eigentlich...



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: adl (12.09.2007)

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