Saltatio Mortis - Aus der Asche

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VÖ: 31.08.2007
Bandinfo: SALTATIO MORTIS
Genre: Mittelalter Rock
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Im Herbst 2006 durchlebten die Musiker von SALTATIO MORTIS zweifellos eine merkwürdige Phase:
Ausgerechnet nach ersten kommerziellen Erfolgen ("Des König's Henker" erreichte immerhin Platz 54 der deutschen Charts) verließen drei der Gründungsmitglieder die Band. Nicht zuletzt deshalb war sich die Fanschar der germanischen Spielmänner unsicher, was ihre fleißigen Helden ihnen auf der mittlerweile sechsten Veröffentlichung bieten würden!

Um eines vorwegzunehmen: SALTATIO MORTIS werden mit "Aus der Asche" kaum jemanden enttäuschen!
Eine Kurskorrektur ist kaum zu erkennen: Bei SALTATIO MORTIS steht auch anno 2007 die Verbindung von mittelalterlichen Elementen und Rock im Mittelpunkt der Chose. Im Vergleich zu ihren Anfangszeiten (zu Beginn ihrer Karriere wechselten sich akustische und Rock-orientierte Alben ab) stehen die Gitarren mehr im Vordergrund, doch dies sollte den Großteil der Fans nicht stören.

Mit dem Opener "Prometheus" wird die Marschrichtung gleich mal vorgegeben: Mit dem für SALTATIO MORTIS typischen Wechselspiel aus schnellen und langsamen Passagen, schafft man einen sehr direkten und schnörkellosen Start ins Album.

Danach folgen mit "Spielmannsschwur" und "Uns gehört die Welt" zwei Ohrwürmer, wenngleich "Uns gehört die Welt" doch sehr an IN EXTREMO's "Nur ihr allein" erinnert und gewisser lyrischer Pathos Marke "intellektuellere Onkelz" mitschwingt. Dennoch dürfte das Gros der Fans bei diesen Liedern ihre Hüften schwingen lassen!

Ihrer eigenen Linie bleiben die acht Herren auch in weiterer Folge treu:
Die einzelnen Songs sind durchwegs gut, durch die wechselnde Portionierung des "Mittelaltergehalts" kommt zudem die Abwechslung nicht zu kurz. Doch auch wenn es dieses Mal endlich ein SALTATIO MORTIS Album ohne Totalausfall zu bewundern gibt, muss man bis zum nächsten Song mit Hitpotenzial doch etwas warten: Erst "Tod und Teufel" lässt das Bein wieder intensiver mitwippen.

Positiv anzumerken ist auch der Abschluss des Albums: "Nichts bleibt mehr" ist eine Ballade, die ausnahmsweise nicht im Schmalztiegel versinkt und ein würdevolles Ende für diese Platte darstellt.

Fazit: SALTATIO MORTIS legen mit "Aus der Asche" ein gutes Album vor, und scheinen tatsächlich wie Phönix auseben jener zu steigen! "Alea, der Bescheidene" zählt inzwischen zu einem der wenigen guten Sänger im Bereich des Mittelalter Rock und auch über die Fähigkeiten seiner Mitstreiter lässt sich grundsätzlich nicht streiten.
"Aus der Asche" wird die Fans des Genres mit Sicherheit glücklich machen, da das Gesamtpaket qualitativ durch die Bank als "gut" zu bewerten ist, die Abwechslung nicht zu kurz kommt, und auch die Produktion von Thomas Heimann-Troisen erwartungsgemäß äußerst gelungen ist!

Wenn nun manch durchschnittlicher Beitrag zum mittelalterlich/rockigen Liedgut in ihrem kommenden Output, durch qualitativ stärkeres Material ersetzt wird und eventuell ein etwas höherer Gehalt an originellen Ideen in die einzelnen Songs eingebaut wird, dann könnten die Herren in Zukunft endgültig zu den erfolgreichsten Bands des Genres zählen!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (22.09.2007)

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