Titan Steele - The Force

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VÖ: 21.09.2007
Bandinfo: Titan Steele
Genre: True Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wenn man eine Platte einer Band namens TITAN STEELE aus dem Hause "Pure Steel Records" in die Hände bekommt, kann man sich in etwa vorstellen, was einen erwartet. Wenn man bei der Recherche noch dazu erfährt, dass TITAN STEELE aus RITUAL STEEL hervorging, erscheint das Bild klar und deutlich: Hier wird der Metal noch auf traditionelle Art und Weise geschmiedet!

In der Hoffnung ein Album in den Händen zu halten, das diesem etwas stagnierenden Subgenre wieder Leben einhaucht, führt man sich diese CD zu Gemüte und wird leider gleich mal auf den harten Boden der Realität zurückgeholt.
Nach dem sinnlosen Intro und dem durch Sascha Maurers temporäre Quiek-Attacken zerstörten "Devil Take Me" erwartet man die "wahre", metallische Blamage!

Doch so schlimm kommt es im Endeffekt nicht:
TITAN STEELE bieten auf "The Force" rauen Metal der klassischen Spielart.Zum Glück orientieren sie sich nicht an deutschen Vorbildern der "Kinderlied"-Fraktion, sondern vielmehr am amerikanischen und teilweise auch am englischen Stil.
Qualitativ gibt es auf "The Force" Licht und Schatten zu vermerken: Während das atmosphärische "Nightgazer" und die (natürlich) mit viel Pathos geschmückte Bandhymne "Titan Steele" das Metallerherz durchaus höher schlagen lassen dürfte, beinhaltet "The Force" auch eher belanglose Tracks wie z.B. "Take What Fate Brings". Einmal wagen sich die Herren sogar in melodische Hard Rock Gewässer: "Lady Lightning" stellt für mich ein interessantes Experiment dar, wird aber sicher die Fangemeinde spalten.

TITAN STEELE legen also ein etwas unausgegorenes Album vor, das dem geneigten Hörer aber durchaus einige wohlklingende Töne entgegen schleudert.
Doch die übertrieben altbackene Produktion (80s Flair ist ja schön und gut - aber hier nimmt es den Songs einiges an Druck) und der in hohen Tonlagen oft schief klingende Gesang Sascha Maurer's werden den einen oder anderen potenziellen Hörer verschrecken. Maurer ist grundsätzlich kein schlechter Sänger, aber er sollte sich auf seine Stärken besinnen und jene Tonlagen Harry Conklin, "Ripper" Owens etc. überlassen.

Wenn diese Schwächen behoben werden, und das erstklassige Gitarrenspiel auf dem nächsten Album noch weiter forciert wird, werden die Herren aus deutschen Landen nächstes Mal nicht mit einer durchschnittlichen Bewertung Vorlieb nehmen müssen!



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: El Greco (30.09.2007)

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