Dawn of Solace - The Darkness

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VÖ: 19.10.2007
Bandinfo: Dawn of Solace
Genre: Gothic Metal
Label: Locomotive Records
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Lineup  |  Trackliste

Während der Aufnahmen zum dritten BEFORE THE DAWN Album „The Ghost“ produzierte Mastermind Tuomas Saukkonen auch diese mir nun vorliegende Scheibe mit dem treffenden Namen „The Darkness“ – Kenner der Materie werden sich auch an ein Album der Hauptband namens „My Darkness“ erinnern, die nicht nur meine Stahlohren in Verzückung versetzte. Namedropping or what?

Saukkonen selber sagt ja, dass DAWN OF SOLACE quasi bis zu den Aufnahmen ein ungeborener Zwilling von BTD seinen – ursprünglich war sogar mal ein Doppelalbum geplant, da der gute Mann zu jeder Zeit ja über 30 Songs geschrieben hatte. O-Ton:

“ Dawn Of Solace was born not to complete with Before The Dawn but to complete what I needed to say with notes and words. DOS is like the darker side of me. Both bands reflect my heart, soul and thoughts but DOS goes deeper to my darkness, one minute beyond 4:17 am and creates a reflection to the ghost of me.”

Und tatsächlich, was bei BEFORE THE DAWN für Charteinstiege im Heimatland sorgt, klingt auf “The Darkness” weitaus ähm... dunkler. Hat man das eher belanglose Intro „Dying Daylight“, in dem hauptsächlich mit komischen, unheimlichen Geräuschen und Delay-Effekten experimentiert wird, hinter sich, betten einen sanfte Akustikgitarren in eine warme Soundlandschaft, allerdings nur so lange, bis der Verzerrer auf Maximalanschlag gedreht wird und die Blätter gen Boden rieseln – passend zum Herbstanfang!

Der Hauptunterschied zwischen BEFORE THE DAWN und DAWN OF SOLACE besteht für mich darin, dass Saukkonen auf „The Darkness“ langsamer, gemächlicher zu Werke geht und viel mehr Akustikparts eingebaut hat – bei beiden Bands versteht es der Musiker, einige Ohrwürmer komponiert zu haben.

Erwähnt werden muß noch, dass er bei den Aufnahmen von zwei Ausnahmetalenten unterstützt wurde: Lars Eikind steuerte den Gesang bei (und klingt dabei etwas nach KATATONIA´s Jonas Renske) und Jukka Salovaara war für Backing Vocals, Screams und ein Solo bei dem Song „I Was Never There“ verantwortlich.

Abschließend kann ich also jedem Fan von BEFORE THE DAWN bzw. allen, die auf düstere Mucke stehen meine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen – scharfe Gegenstände u.ä. allerdings bitte vor Genuss gut versperren!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: deimon (15.10.2007)

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