Shaman - Immortal

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VÖ: 12.11.2007
Bandinfo: Shaman
Genre: Power Metal
Label: Scarlet Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Plattenfirma dieser brasilianischen Band beschreibt SHAMAN als "a real must for fans of IRON MAIDEN, ANGRA, HELLOWEEN and GAMMA RAY"! Diese Beschreibung wird wohl heutzutage für jede halbwegs europäisch klingende Power Metal Truppe herangezogen. Tatsächlich haben SHAMAN mit HELLOWEEN und GAMMA RAY kaum etwas zu tun. Wo man auf "Immortal" Einflüsse von IRON MAIDEN hören soll bleibt sowieso gänzlich im Dunklen. Die passendste Referenz bleibt sicher ANGRA. SHAMAN orientieren sich nicht selten an ihren bekannteren Landsmännern. Da SHAMAN aus (ex-)Mitgliedern ANGRA's hervorging ist dies weder überraschend, noch besonders innovativ. Da Ausnahmedrummer Ricardo Confessori als Mastermind dieser Band gilt, und mit Thiago Bianchi ein angeblich unglaublich talentierter Sänger als Ersatz für Andre Matos verpflichtet wurde, durfte man sich dennoch ein gutes Power Metal Album erwarten.

Nach dem schwülstigen, pseudo-orchestralen Intro war die Vorfreude bereits wieder verschwunden. SHAMAN bieten auf "Immortal" zwar handwerklich gute Kost, aber leider keine guten Songs. Sangesbarde Thiago Bianchi singt technisch sauber, aber scheitert daran den Songs einen individuellen Stempel aufzudrücken. Dafür gibts viel zu sehr in den Hintergrund gemischte Gitarren zu "bewundern", die den Kampf gegen die kitschigen Keyboardsounds eindeutig verlieren. Zudem werden dem Hörer belanglose Songs mit schwachen Refrains (wie z.B. bei "Inside the Chains" und "One Life") geboten. Auch wenn die Band Akustikpassagen einbaut um die Chose etwas aufzulockern, scheitert sie in ihren Versuchen wirkliche Abwechslung zu bieten.

Bezeichnend dafür ist die Tatsache, dass die an und für sich viel zu überladene Ballade "In the Dark" und das abschließende, rein akustisch präsentierte "The Yellow Brick Road" doch tatsächlich als Höhepunkte des Albums zu sehen sind. Mit Metal haben beide Songs eigentlich kaum etwas zu tun. Traurig, aber wahr!

Somit bleibt die Erkenntnis, dass Shaman mit "Immortal" leider nicht unsterblich werden. Wenn jemand auf eine schwächere Version von ANGRA steht, und keine Einwände gegen das Wildern in Fahrwässern von Kitschcombos a la RHAPSODY OF FIRE hat, könnte er mit "Immortal" glücklich werden. Alle anderen dürfen getrost die Finger von "Immortal" lassen! Aufgrund der guten instrumentalischen Fähigkeiten der Band gäbe es 2 Punkte. Mit viel gutem Willen wird noch ein halber Punkt als Bonus für die tolle Drumarbeit addiert. Mehr als durchschnittliche 2,5 Punkte verdienen sich SHAMAN für diese Platte aber definitiv nicht!



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: El Greco (07.11.2007)

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