Sinamore - Seven Sins A Second

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VÖ: 02.11.2007
Bandinfo: Sinamore
Genre: Gothic Rock
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

SINAMORE liefern nun mit "Seven Sins a Second" nur ein Jahr nach dem Debütalbum "A New Day" bereits das nächste düstere Werk ab.
Nicht selten quetscht man SINAMORE in eine Schublade mit HIM oder den 69 EYES. Beides lässt aber keine relevanten Schlüsse auf die Musik der vier Finnen zu. SINAMORE gehen um einiges düsterer vor als die genannten Kollegen und orientieren sich doch etwas öfter am ursprünglichen Gothic Rock als HIM und co.!
Bei SINAMORE's Zielgruppe dürfte es sich also eher um Metalheads handeln, die einem Schuss Melancholie nicht abgeneigt sind. Einen Teenager Hype wird es um SINAMORE wohl kaum geben. Dazu fehlen ihnen die poppigen Hymnen.

Doch diese an und für sich positive Beschreibung des Stils der Band, weist auch sogleich auf ihr Kernproblem hin. Auch auf "Seven Sins a Second" klingt alles ganz nett und schön düster. Doch leider klingen viele der Songs auch wenig zwingend und einprägsam. "Seven Sins a Second" dümpelt auf relativ angenehme Art und Weise vor sich hin. Die Platte nervt nur in den wenigsten Momenten, weiß aber auch kaum mit interessanten Passagen zu glänzen.

Man hat das Gefühl, dass SINAMORE ihr Potenzial noch nicht ganz ausschöpfen. Sänger Mikko Heikkilä hat ein angenehmes (wenn auch etwas unspektakuläres) Organ und die Instrumentalfraktion agiert solide. Doch wirklich spektakulär ist das alles zu keiner Sekunde.
Interessant ist die Tatsache, dass "Seven Sins A Second" sehr basslastig produziert bzw. gemischt wurde. Diese Fixierung auf die tiefen Töne sorgt für einen zusätzlichen Schuss an Melancholie. Leider wirken deshalb aber auch die Gitarren etwas zahmer als es sein sollte.

Somit bleibt ein etwas zwiespältiges Resultat und eine ganz nette Platte, bei der man sich aber schwer tut, echte Höhepunkte heraus zu filtern. Ob "Seven Sins a Second" auch zu späteren Zeitpunkten aus den Untiefen des CD Regals gefischt wird, bleibt ungewiss. Eventuell sollten sich SINAMORE mehr auf den Songwriting Prozess konzentrieren, um ihr (zweifellos vorhandenes) Potenzial auszuschöpfen!
Anspieltipps: "Far From a Dream" (aufgrund des an SENTENCED erinnernden Gitarrensolos), "Eyes of May" und das für gothische Verhältnisse sehr knackige "Better Alone"!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (08.11.2007)

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