The Codex - The Codex

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VÖ: 09.11.2007
Bandinfo: The Codex
Genre: Melodic Metal
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Bei "The Codex" handelt es sich um das Debutalbum der gleichnamigen Band. Und doch handelt es sich bei THE CODEX keineswegs um Greenhorns. Sänger Mark Boals wird so manchem Leser als (ex-)Frontmann von MALMSTEEN und RING OF FIRE ein Begriff sein. Gitarrist Magnus Karlsson ist ebenfalls kein Unbekannter: Er schwingt die Axt immerhin bei ALLEN-LANDE und STARBREAKER. Komplettiert wird die Band durch Daniel Flores (MIND'S EYE) und Linus Abrahamson.
Somit ist auch die Ausrichtung dieser Band klar: Die Reise führt in melodische (und progressive) Gefilde!

Doch oft wird der Begriff der Progressivität v.a. von melodischen Metal Bands eher halbherzig verwendet. Fortschrittlich agiert heutzutage kaum noch eine Melodic Metal Band. Ich wage sogar zu behaupten, dass dieses Genre sich selbst viel zu oft wiederholt.
Bei THE CODEX ist dies zum Teil leider auch der Fall!
Natürlich liegt mir hier keine schlechte Platte vor! Mark Boals hat auch im Jahr 2007 eine sehr schöne Stimme, mit der er den Großteil der Konkurrenz locker in die Tasche steckt. Auch die Instrumentalfraktion weist die nötigen Fähigkeiten auf, um ein wundervolles Album zu fabrizieren.

Das übertrieben schwülstige "Dream Makers", das zu jedem Zeitpunkt vorhersehbare "Mistress of Death" sowie das aufdringliche "Raise your hands" werden heutzutage aber kaum noch jemanden begeistern.
Andererseits wird auf "The Codex" auch eine Reihe an interessanten Tracks präsentiert: So wirkt das rockige "Toxic Kiss" mit seinen tiefer gestimmten Gitarren erfrischend und durchaus faszinierend. Auch der Opener "Beyond the Dark", das abwechslungsreiche "Prisoner" und das abschließende, melodische Epos namens "Garden of Grief" unterstreichen die Existenzberechtigung dieser Band.

Selten lagen Licht und Schatten so eng beinander wie auf "The Codex".
Diese Band hat das Potenzial das Subgenre nachhaltig zu prägen. Und doch gelingt es ihr mit "The Codex" (noch) nicht.
Der Grund dafür ist klar: Immer wenn man ungewohnte Wege beschreitet, weiß man zu glänzen. Doch gelegentliche Märsche auf längst ausgelatschten Pfaden schränken die Freude über dieses Debut doch etwas ein. Mit etwas mehr Eigenständigkeit und weniger Bombast und Kitsch könnte man in Zukunft aber punkten. Zudem sollte Magnus Karlsson die Finger vermehrt von den Keyboards lassen, und sich auf seine versierte Gitarrenarbeit konzentrieren. Dieser Mann ist nicht nur ein talentierter Gitarrist, sondern hat hiermit auch seine Feuertaufe als Produzent bestanden!

Für einen Teil der metallischen Fangemeinde wird "The Codex" etwas zu zahnlos und brav sein. Fans, die sich nicht gegen eine gehörige Portion kitschiger Melodien wehren, dürfen gerne einen Punkt addieren. Für mich ist das alles teilweise noch etwas zu unspektakulär und unausgegoren. Dennoch ist es eine Freude Sangesgott Boals mal wieder in Aktion zu erleben!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (16.11.2007)

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