Goro - Goro

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VÖ: 00.00.2007
Bandinfo: Goro
Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Ebay
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wenn einem ein Demo einer gänzlichen unbekannten Band namens GORO vorliegt, lechzt man als Rezensent nach einem gewissen Maß an Hintergrundinfos. Da aber keine solchen vorliegen, und auch die Internet Recherche nichts ergab (eine Homepage dieser Band existiert anscheinend nicht), bleiben in diesem Review nette Anekdoten und gefestigte Informationen zur Band leider außen vor.

Leider lässt auch die Musik keinerlei Glühbirne über dem Schädel des Rezensenten aufleuchten. GORO spielen rumpeligen, groovigen Death Metal der ganz alten Schule. Man orientiert sich teilweise an SIX FEET UNDER (Rhytmusgitarren) oder in den besten Momenten auch an langsamere VOMITORY in schlechterer Qualität.
Und genau das ist auch das Problem von GORO: Die Songs sind allenfalls Mittelmaß. Hier gibt es nichts spektakuläres zu bewundern, sondern ein relativ einfallsloses aneinander reihen von einzelnen Riffs zu vernehmen. Der Gesang lässt zudem einiges zu wünschen übrig: Gute Death Metal Shouter verstehen es, ihrer Stimme Charakter zu verleihen. Doch hier herrscht stumpfes Gegrunze vor, das sich mit wirklich schlecht gemachtem Gekreische abwechselt.
Der Bass ist in einem zähflüssigen Matsch konserviert und kann so ebenfalls keine Akzente setzen. Einzig und allein das Schlagzeug ragt qualitativ etwas heraus. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund warum es sehr dominant in der Vordergrund gemischt wurde.
Sicher ist nicht alles furchtbar schlecht, was GORO machen. Zum Teil gefallen einzelne Fragmente der Songs. Das eine oder andere Riff sorgt für ein leichtes Kopfnicken, auch wenn jene Groove Riffs zum Teil schon 1000 Mal bei anderen Bands gehört wurden.

Es fällt schwer einzelne Songs dieser EP besonders hervorzuheben. Für Freunde der ganz alten Schule (inklusive miesester 80er Underground Produktion) sei an dieser Stelle "Tic Tic Tic Death" (toller Titel übrigens) als besserer Song dieser EP genannt. Auch wenn ich GORO nicht sämtliches Potenzial absprechen will, liegt ein langer, steiniger Weg vor ihnen: Das Songwriting ist einfach zu schwach um den Vergleich mit den meisten anderen Bands bestehen zu können. Manchmal ist man drauf und dran, doch noch einen passablen Song zu schreiben, nur um im Endeffekt erst recht wieder zu scheitern. Auch wenn man einen Elfmeter an die Stange schießt, trifft man nun mal nicht ins Tor. Leider sind das absolut sinnfreie Intro und das abschließende "Xtreme Pathology" nicht mal Stangenschüsse. Hier wurde der Ball mit stumpfer Wucht sofort in die Wolken befördert.



Bewertung: 1.5 / 5.0
Autor: El Greco (02.12.2007)

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