Nightmare - Genetic Disorder

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VÖ: 30.11.2007
Bandinfo: NIGHTMARE
Genre: Heavy Metal
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Boah die Franzmänner sind echt jetzt seit 1979(!!!) aktiv, der wirkliche Erfolg blieb bis dannen aber mehr oder weniger außen vor. OK, 28 Jahre haben’s nicht durch gelärmt, denn von 1987 bis 1999 war mal kreative Pause angesagt, aber im Endeffekt haben sich die Franzosen schon immer mehr oder weniger von den Brotkrümeln satt essen müssen, die weit erfolgreichere (und auch bessere) Genrekollegen einfach achtlos gen Boden fallen ließen.

Daran wird auch „Genetic Disorder“ wenig bis gar nichts ändern, wobei diesmal von den Voraussetzungen die Zeichen für NIGHTMARE doch eher auf Sturm stehen hätten sollen. Absolut fetter und transparenter Sound Marke Studio Fredman, ein schmuckes Coverartwork und mit Sänger Jo Amore ein wahres Herzass hinterm Mikro. Allein durch seine kratzbürstige Stimme, die nicht selten an einen weit aggressiveren Bruce Dickinson erinnert, staffiert Mr. Amore nahezu jeden der insgesamt 12 Tracks auf „Genetic Disorder“ aus und merzt die doch deutlich spürbaren Ideendefizite seiner Instrumentalfraktion (fast) bis zur Gänze aus.

Mir gefallen NIGHTMARE eigentlich immer dann am besten, wenn sie wie im Opener „Nothing Left Behind“ den Fuß vom Gaspedal nehmen und wie eine ziemlich geile Symbiose aus IRON MAIDEN und old ICED EARTH daher schippern. Leider sind solche Glanzmomente auf dem (erst) sechsten Album der Band dann doch eher rar gesät. „Battleground For Suicide“ langweilt schon nach wenigen Sekunden, „Queen Of Love & Pain“ ist zwar nicht schnell, dafür aber ideen- und inspirationslos, „Conspiracy“ rettet nicht mal Jo Amore’s zeitweise vorhandenes Gekeiffe, erst „Leader of the Masquerade“ lässt wieder die Klasse (die doch irgendwo in dieser Band zu schlummern scheint) aufblitzen. So bzw. so ähnlich verhält es sich dann auch mit den restlichen Tracks, darum hier nur noch schnell die weiteren (eher spärlichen) Highlights aufgezählt: „The Winds of Sin“ mit einem alles überragenden Fronter Amore, sowie der abschließende Track „Dawn of Darkness“, der das Potential dieser Band gen Schluss noch mal kurz aufblitzen lässt.

Schlecht ist „Genetic Disorder“ jetzt nicht wirklich, innerfranzösisch kann es aber den mittlerweile zu Platzhirschen mutierten KARGENS aber nie und nimmer das Wasser reichen und außerhalb der Landesgrenzen gewinnt man mit so einem Album heutzutage nicht mal einen Blumentopf, da kann das französische Rock Hard die Scheibe auch ruhig hundertmal zum Album des Monats küren!



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Reini (06.12.2007)

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