Svartahrid - Sadness and Wrath

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VÖ: 13.07.2007
Bandinfo: Svartahrid
Genre: Black Metal
Label: Soulseller Records
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Lineup  |  Trackliste

"Sadness and Wrath" von SVARTAHRID ist beileibe kein "neues" Album. Bereits seit einigen Jahren existiert das dazugehörige Songmaterial. Aufgrund von Besetzungswechseln und anderen Schwierigkeiten wurde "Sadness and Wrath" aber dann doch erst 2007 veröffentlicht. Und dennoch klingen SVARTAHRID auf "Sadness and Wrath" anders als auf dem Vorgänger "As The Sunrise Flickers": Das Tempo wurde gedrosselt und teilweise orientiert man sich sogar an beinahe doomigem Black 'n' Roll mit leicht epischem Anstrich.

Natürlich sind SVARTAHRID weiterhin Black Metal. Dieses Dreigespann widmet sich nicht plötzlich anderen Stilen, sondern setzt vermehrt auf Groove als auf rasanten, gewitteresken Parts. So poltern z.B. die Drums auf der Bandhymne "Svartahrid" niemals im Blastbeat, sondern gehen an de Midtempo Groove-Rhytmus angepasste Wege. Kaltes, montones Riffing findet sich auf "Sadness and Wrath" nicht nur auf dem Titeltrack.
"Dod" wirkt etwas wärmer (sofern irgendein SVARTAHRID Song überhaupt als "wärmer" oder "weniger kalt" beschrieben werden kann) und atmosphärischer, wirkt aber aufgrund des Riffspektrums dennoch typisch für diese Band.
SVARTAHRID pendeln auf "Sadness and Wrath" grob gesagt zwischen atmosphäischeren, hymnischeren Tracks (z.b. "Framsyn"), gemächlich groovenden Black Metal Krachern (man lausche dem Titeltrack "Sadness and Wrath") und Songs mit in sich wechselnden Tempi (z.B. das abwechslungsreiche "Cross of Pain").
Das Highlight des Albums stellt für mich persönlich "Intensjon:Krig" dar, welches in die letztgenannte Kategorie passt: Montones, fast hypnotisches Riffing trifft auf kurze Passagen der Raserei. Dieser Song ist so "darkthronig" wie Nocturno Culto und Fenriz ihre eigenen Songs anscheinend nicht mehr haben wollen. Umso ironischer, dass ausgerechnet der Meister Nocturno Culto diesem Track seine Stimme leiht.

SVARTAHRID beweisen mit "Sadness and Wrath" nun bereits zum dritten Mal, dass sie eine gute Black Metal Band sind. Irgendwo im Dunstkreis von DARKTHRONE und KOLDBRANN, aber auch "unseren" HELLSAW schütteln sie 8 gute Black Metal Songs aus dem Ärmel, die einen guten Gesamteindruck hinterlassen. Dies ist aber sogleich auch das Problem von "Sadness and Wrath": Es ist gut, aber nicht grandios. Wenig neues oder gar revolutionäres gibt es zu bewundern. "Sadness and Wrath" ist zweifellos unterhaltsam, lässt aber das gewisse "etwas" vermissen. Trotzdem sollten sich die finsteren Burschen aus den norwegischen Wäldern nicht grämen: Eine "gute" Bewertung verdienen sie sich trotz der mangelnden Originalität und des fehlenden "letzten Funkens" im Songwriting dennoch!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (16.01.2008)

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