Long Distance Calling - Satellite Bay

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VÖ: 21.09.2007
Bandinfo: LONG DISTANCE CALLING
Genre: Post-Rock
Label: Viva Hate Records
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Lineup  |  Trackliste

Daß mit LONG DISTANCE CALLING künftig stark zu rechnen ist, kündigte sich 2006 bereits mit dem Demo "Dmnstrtn" an. Im Herbst des vergangenen Jahres war es dann schließlich so weit. Das von Insidern bereits heiß erwartete Debütalbum "Satellite Bay" war fertig. Und es enttäuschte nicht, ganz im Gegenteil.

"Satellite Bay" ist eine Offenbarung an Schönheit, Intelligenz und Virtuosität. Und zugleich an geradezu spielerischer Einfachheit. Gleich von Beginn weg ziehen die fünf Deutschen sämtliche Register ihres Ausnahmetalents. "Jungfernflug" steigert sich orgasmusartig mit Schlagzeug, Bass und cleanen Gitarren von Minute zu Minute, bis irgendwann nach gut sechs Minuten der erste Höhepunkt erreicht ist und das Spiel von neuem beginnt, um nochmal alle Sinne langsam aufzubauen und in einem furiosen Finale zu explodieren. Und das war ert der Anfang. Der erste Song. Ein Garnichts, verglichen mit den Songs, die da noch kommen. Angereichert mit Samples und vor allem: schönen Melodien. "Fire In The MOuntain", "The Very Last Day",... Die letzte Scheibe, die eine ähnlich tiefgründige Genialität verströmte war "Materia" von der italienischen Band NOVEMBRE, mit dem Unterschied, daß LONG DISTANCE CALLING agressive Parts nahezu völlig außen vor lassen und mit Ausnahme von "Built Without Hands" komplett auf Vocals verzichten. Diese Ausnahme wird übrigens von Peter Dolving (THE HAUNTED) beigesteuert.

Kurz gesagt: "Satellite Bay" ist eine der wenigen Platten, die 2007 wirklich essentiell waren. Wer mit den Begriffen Prog- oder Post Rock etwas anfangen kann, kommt an diesem Album nicht vorüber. Gänsehautstimmung ist hier garantiert.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: adl (24.01.2008)

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