Suicidal Winds - Chaos Rising

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VÖ: 31.01.2008
Bandinfo: Suicidal Winds
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die fünf Schweden von SUICIDAL WINDS schippern nun auch bereits seit 15 Jahren auf den antik anmutenden Gewässern des räudigsten Black/Thrash/Death Meeres, und scheinen ihr Ding von Anfang bis Ende kompromisslos durchzuziehen. Auch wenn sie nie einen wirklichen Erfolg feiern durften, haben sich SUICIDAL WINDS einen guten Namen erspielt. Somit erwartete ich mir eine richtig feine, unmoderne Veröffentlichung als "Chaos Rising" bei mir eintraf.

Eine eventuelle Kurskorrektur lässt sich bei den ersten Tönen von "World's End" auch gleich wieder verwerfen. Auch auf "Chaos Rising" gehen die Herren um Frontkreischer Mathias "Rrooaarr" Johansson keinerlei Kompromisse ein: Räudig und schmutzig ab der ersten Sekunde, walzt diese uralt anmutende Mischung aus Black/Death und v.a. Thrash Metal auf einen zu.
Doch bleibt einem die Freude etwas im Hals stecken wenn man die zuerst gefällig anmutenden Leistungen näher analysiert: Bei allem Verständnis für vertonte Brutalität im Gewand der 80er Jahre, wird auf die notwendige Substanz zum Teil vergessen. Songs wie "Annihilation and Chaos", "Death to All" und "Chaos Rising" sind für sich genommen unterhaltsam. Allerdings lärmen SUICIDAL WINDS auch unaufhörlich in den selben Bereichen vor sich hin: Die Songstrukturen ähneln sich zu sehr, und die Songs selbst kommen nicht auf den Punkt, sondern verpuffen als gefälliges Gewitterwölkchen am dunklen Metal Himmel. Eine wohltuende Abwechslung ist die langsame "Ballad of Death", die aber auch nicht mitzureissen weiß.

Welche Zielgruppe haben die Schweden nun also?
Eigentlich haben sie nur noch ein Zielgrüppchen: Fans der ganz, ganz alten Schule, die Räudigkeit gegenüber Raffinesse eindeutig den Vorzug geben, könnten mit "Chaos Rising" glücklich werden. Grundsätzlich stört mich dies in der momentanen Welt des hochtechnischen und teilweise leider auch etwas sterilen Extrem Metals keineswegs. Somit hat "Chaos Rising" viele Momente, mit denen ich mich identifizieren kann. Insgesamt bleibt diese Veröffentlichung aus dem Hause SUICIDAL WINDS aber leider nur eines: Durchschnitt!
Von solchen Veteranen des Genres sollte man aber mehr als das erwarten dürfen. Zudem lässt die Spielzeit zu wünschen übrig: Die 40 Minuten werden nicht erreicht, da erst der inoffizielle zwölfte "Song" (aka Stille und Basssolo) diese Grenze überschreiten lässt. Was dieses "Experiment" nun genau bedeuten soll, erschließt sich mir leider auch nach längerer Recherche nicht. "Chaos Rising" kann man sich anhören, von einem Pflichtkauf zu sprechen liegt mir aber fern.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: El Greco (01.02.2008)

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