Magnum - Wings of Heaven Live

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VÖ: 22.02.2008
Bandinfo: MAGNUM
Genre: Melodic Hardrock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Von Melodic Freaks nach wie vor geschätzt (man siehe hierzu auch die vier Punkte Kritik von Kollegen AG zum „Princess Alice and the Broken Arrow“ Album), bin ich trotzdem der Meinung, dass die Blütezeit der Birminghamer ausnahmslos in den 80ern beheimatet war. Ein Jahrhundertalbum wie „On A Storyteller's Night“ (1985), das zwar etwas poppige, aber dennoch herausragende „Vigilante“ ein Jahr später, oder das auch nun hier im Liveformat geehrte „Wings of Heaven“ (1988) gehören mit zum Besten was der Melodic Rock/Metal Bereich je hervorgebracht hat.

„Wings of Heaven Live“ markiert nach dem ebenfalls fantastischen „The Spirit“ Werk von 1990 nun das zweite Livealbum der Bandgeschichte, schön als Doppel CD veröffentlicht, finden sich natürlich ein paar Überschneidungen zum 90er „The Spirit“. Aber seien wir uns ehrlich, welche Band kann es sich schon erlauben Jahrhundertklassiker wie „How Far Jerusalem“, „Vigilante“ oder „Kingdom of Madness“ außen vor zu lassen. Zudem würzen die Briten die erste CD mit Tracks ihres aktuellen Studioalbums "Princess Alice & The Broken Arrow" und servieren uns die Stücke "When We Were Younger", "Dragons Are Real", "Out Of The Shadows" und "Like Brothers We Stand". Allesamt nett, aber gegen die erwähnten Klassiker natürlich von vornherein auf verlorenem Posten, auch weil die Songs von den Granaten wie „Back Street Kid“ oder bereits genanntem „How Far Jerusalem“ ziemlich eingeengt wurden.

Viel interessanter ist die zweite CD dieses Doppel Livedeckers. Bob Catley, Tony Clarkin & Co. performen einen Meilenstein in ihrer Band Geschichte, das komplette „Wings of Heaven“ Album in chronologischer Reihenfolge. Angefangen von einem der wohl stärksten MAGNUM Tracks ever „Days of No Trust“ über das beschwingte „Start Talking Love“, den Gänsehaut Nummern „Must Have Been Love“ und „Prey for he Day“ bis hin zum furiosen, auf 11 Minuten gestreckten „Don´t Wake The Lion“ reiht sich hier Klassiker an Klassiker, der Sound ist für Melo Verhältnisse schön druckvoll und als Draufgabe spendieren uns die UK’ler dann noch den Uraltschinken „Sacred Hour“ vom 82er „Chase the Dragon“ Album.

Für mich gilt das „The Spirit“ Livewerk von MAGNUM zwar als unschlagbar, einfach weil die Ansammlung an Hochkarätern dort irgendwie ohne Worte ist, dennoch kann man „Wings of Heaven Live“ ohne Frage als ein mehr als gelungenes Ausrufezeichen einer Melodic Rock Combo, die noch lange nicht zum alten Eisen gehört, betrachten. Obschon die glorreichen Tage wohl in dieser geballten Form nicht mehr wiederkommen werden.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (25.02.2008)

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