Romboló - Köd

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VÖ: 00.01.2008
Bandinfo: Romboló
Genre: Black Metal
Label: Division Nordwolf
Lineup  |  Trackliste

ROMBOLO ist die Zweitband des TYRANTS Frontkreischers Ördögver, die sich stilistisch ebenfalls in den Bereich des Black Metal einordnen lässt. Auch wenn notgedrungen manch eine Parallele zwischen TYRANTS und ROMBOLO vorherrscht, gibt es doch einige klar zu definierende Unterschiede. Während bei den TYRANTS die Brutalität und Geschwindigkeit im Vordergrund steht, agieren ROMBOLO auf „Köd“ atmosphärischer und mystischer. Man könnte auch behaupten, dass ROMBOLO sich auf dünnes Eis begeben, da diese musikalische Orientierung alles andere als leicht zu bewältigen ist. Und um eines vorweg zu nehmen: ROMBOLO gleiten nicht immer grazil über dieses dünne Eis. Doch immerhin schaffen sie es, diesen Höllenritt zu überleben, ohne einzubrechen.

„Köd“ ist qualitativ einfach zu unbeständig um nahtlos zu begeistern. Einerseits gibt es tolle Tracks wie „Bustum Pontefici“ zu bestaunen, das mit treibenden Drums und prägnanten Gitarrenleads zu gefallen weiß. Schon bei diesem Track wird klar, dass die Produktion sehr basslastig und (in zweiter Linie) gitarrenlastig ist. Sehr ungewöhnlich für das Black Metal Genre, den Bass in den Vordergrund zu heben und die Vocals und Drums nur selten wirklich ins Spotlight zu lassen. Weitere Highlights des Albums sind der „Todeszug“ mit seiner verstörten, frostig klirrenden Aura und „Villámtánc", mit den ungewöhnlichen, wirren Rhytmen. Dann gibt’s noch einen geradlinigen Black Metal Kracher namens „Essence“, das epische Titelstück „Köd“ (in dem der Bass erneut den Ton angibt) und einen allenfalls mittelprächtigen Song namens „Demonic Dreams“. Zudem gibt’s noch ein Intro, ein Outro und zwei Instrumental Stücke zu bewundern.

Grundsätzlich ist „Köd“ also ein ganz gutes Album geworden. Allerdings würde ich „Black Metal Warfare“ von Ördögver’s Hauptband den qualitativen Vorsprung gegenüber „Köd“ einräumen, auch auf die Gefahr hin, das vielleicht originellere Werk in die Schranken zu weisen. Insgesamt wäre die Chance da gewesen, wirklich überzeugend zu klingen. Doch manchmal wirken ROMBOLO noch etwas orientierungslos. Zudem hat man einen entscheidenden Fehler gemacht: Man hat die eigenen Stärken zu wenig betont! Die Drumarbeit ist sehr gut, aber viel zu sehr in den Hintergrund gedrängt worden. Zudem ist Ördögver ein überaus talentierter Frontmann, der sich auf „Köd“ aber selbst in die Schranken wies. Hätte man seiner Stimme beim mischen mehr Spielraum zugestanden, würde sie um einiges besser zur Geltung kommen. ROMBOLO werden demnach lernen müssen, sich selbst von ihrer besten Seite zu präsentieren. Auf „Köd“ geschieht dies nicht immer. Dennoch eine insgesamt zufrieden stellende Veröffentlichung aus dem frostigen Heime ROMBOLOs!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (04.03.2008)

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