Soulskinner - Non Stop Killing

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VÖ: 00.00.0000
Bandinfo: SOULSKINNER
Genre: Death Metal
Label: Sleazy Rider Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

SOULSKINNER mögen hierzulande kaum bekannt sein, doch besteht das Line up der Band keineswegs aus unbekannten Musikern. So könnte dem einen oder anderen erfahrenen Metalfan das Pseudonym Gothmog von THOU ART LORD bekannt sein. Gitarrist Bill wiederum war bei ROTTING CHRIST tätig. SOULSKINNER klingen aber anders als die genannten Bands. Von Black Metal keine Spur, auch satanistisch-okkult-mystische Thematiken werden bei SOULSKINNER (beinahe) ausgeklammert. Der Titel des Drittwerkes „Non Stop Killing“ gibt auch bereits die musikalische Direktion vor: Death Metal in seiner reinen und rohen Form!

Ja, es wird in Richtung US Death Metal geschielt. Schwedische Elemente sucht man auf „Non Stop Killing“ vergebens. Der dargebotene Death Metal klingt im positiven Sinne retro und demnach kaum zeitgemäß. Und doch gehen SOULSKINNER sehr schlau vor: Die Songs sind brutal, aber nicht überladen. Sie finden oft in gemächlichem Tempo statt, sind aber niemals lasch. Die Musiker haben das technische Können, versuchen dies aber nicht andauernd zur Schau zu stellen, sondern inkludieren auch mal einfachere Passagen in ihre Songs. Damit bleiben die einzelnen Songs übersichtlich, ohne zu simpel gestrickt zu wirken.
Einzelne Songs auszuwählen ist mehr oder minder sinnlos, da auf „Non Stop Killing“ ein durchgehend hohes Niveau vorherrschend ist. EIn paar Beispiele für den Facettenreichtum der Band will ich aber nennen: “Echoes of Sickness“ verbindet Eingängigkeit und Brutalität auf äußerst ansprechende Art und Weise (man lausche der guten Drumarbeit!), auf “Age of Terror“ sind bewusst chaotische Gitarrenleads in bester US Tradition zu vernehmen, der Titeltrack zermalmt in langsamem Tempo jedes im Weg stehende Hindernis, “Conception of Fear“ ist wiederum beinahe atmosphärisch. Ja, dieses Album wird nicht so schnell langweilig.

Und über dem starken Instrumentalfundament grunzt und gurgelt Gothmog vor sich hin, dass es eine wahre Freude ist. Durchaus eigenständig, was der Frontmann dabei zum besten gibt.
Freunde von melodischem Death Metal oder sterilen Tech-Death Bands werden nicht viel Freude an „Non Stop Killing“ haben. Doch wenn jemand auf rauen Death Metal der alten Schule steht, bzw. immer schon eine Vorliebe für guten, alten Amideath hatte, darf derjenige getrost zugreifen. Auch wenn die Produktion vielleicht eine kleine Spur ZU retro ist (an mancher Stelle wäre eine etwas druckvollere Produktion angesagt gewesen) und das Artwork eher mittelprächtig geworden ist, dürften SOULSKINNER bei keiner Death Metal Party fehlen. So könnte die Frühphase des Death Metal klingen, wenn man sie ins 21. Jahrhundert verpflanzen würde!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: El Greco (19.03.2008)

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