Hate - Morphosis

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VÖ: 04.02.2008
Bandinfo: HATE
Genre: Death Metal
Label: Listenable Records
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Lineup  |  Trackliste

HATE sind eine dieser extremen Metal aus Polen, die Brachialität und Technik mit einem ordentlichen Batzen Düsternis mischen. Dies weiß man bereits seit dem gelungenen Vorgänger. Und auch auf deren neuester Veröffentlichung „Morphosis“ ändert sich der Kurs nur minimal: Die Herren um Gitarrist/Sänger ATF Sinner (was für ein passendes Pseudonym) beweisen auf „Morphosis“ wieder einmal, dass sie den polnischen Metal Kanon von Alpha bis Omega gelernt haben. Und nicht nur das: Manchmal wird’s richtig doomig, mal gibt es akustische Intros zu bewundern etc.
Abwechslungsreich ist „Morphosis“ also auf jeden Fall!

Auch wenn v.a. BEHEMOTH ab und an um die Ecke lugen (auch der Gesang erinnert mich etwas an Nergal’s vokalistische Darbietungen), geht man weniger brutal und auch etwas weniger technisch vor. Dennoch sind Tracks wie z.B. “Threnody“ nicht unbedingt leichte Kost – Thrash Riffs, die in irres Drum Geprügel münden? Ein Wechselspiel aus Gitarrenklängen in mäßigem Tempo und irren Leadteilen? Willkommen bei HATE!
Die drei Warschauer beherrschen die Verbindung aus Brutalität und Groove sehr gut – “Immum Coeli“ ist ein Beispiel dafür. Wirklich toll ist der flotte Song “Catharsis“ bei dem mich die Gitarrenarbeit teilweise an MARDUK erinnert.
Auch das gute “Omega“ und der durch seine langsam kriechende Kälte ziemlich fiese Rausschmeisser “Erased“ sind gelungene Tracks und beweisen, dass die Polen Mut zum Risiko haben!
Hier wird nicht bloß kopiert, sondern auch kreiert!

Manche Death Metal Fans könnten dies etwas verstören finden, oder zu viele Black Metal Elemente und/oder Samples in HATEs Musik entdecken. Dies ist aber reine Geschmackssache und ist dementsprechend keine Grundlage für eine Bewertung. Tatsache ist auf jeden Fall, dass HATE sich immer weiter entwickeln und ein wirklich gutes, neues Werk vorgelegt haben. Schade nur, dass es dabei nur 7 Songs + Intro zu bestaunen gibt. Wenn sich der eine oder andere mittelprächtige Song in dieses kurze Gesamtvergnügen schleicht, macht sich das so umso drastischer bemerkbar. Womit man beim einzigen Kritikpunkt angelangt ist: Es ist einfach noch nicht alles gut, was HATE machen. Manche Songs zünden ganz einfach kaum, bzw. nur verhaltener als andere. Das Können, das Talent und die grundsätzliche Fähigkeit tolle Musik zu schreiben, haben HATE aber bereits. Merkt euch diese Band – man könnte einen der zukünftigen Leader des schwarz angehauchten Death Metal Genres vor sich haben!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (31.03.2008)

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