Imagika - Feast For The Hated

Artikel-Bild
VÖ: 25.04.2008
Bandinfo: Imagika
Genre: Metal
Label: Locomotive Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Lange war es ruhig um die seit nunmehr 15 Jahren umrührenden Bay Area Mannen von IMAGIKA. Deren letzter Output „My Bloodied Wings“ erschien in unseren Breiten erst gar nicht, aber Locomotive Reocrds hatten ein einsehen und nahmen den äußerst talentierten Fivepiece unter ihre Fittiche. An sich sind IMAGIKA ja ein Phänomen. Von doch reichlich brutalem Thrash Metal über die richtig schöne US-Powerlinie bis zu epischen Werken bekommt der gemeine Fan hier alles geboten.

Und der Einstieg in „Feast For The Hated“ säbelt mal gleich alle Rüben weg. Der äußerst flexibel agierende Fronter Normann Skinner in bester Chuck Billy Manier, die Gitarren treiben voran und generell zeichnet den Opener eine latente TESTAMENT Schlagseite zu „Practice What You Preach“ Zeiten aus, doch IMAGIKA wissen gekonnt ihre eigene Note ins Spiel zu bringen, songdienliche Zwischenspiele paneelieren diesen Power Thrash Hammer - gelungene Eröffnung! „Your Creator“und „Bleed As One… Appease the Gods“ schlagen in ähnliche Kerben, offenbaren aber bei aller Thrash Attitüde doch auch eine melodischere Seite von IMAGIKA. Skinner pendelt mittlerweile auch schon mal in höhere Tonlagen, und spätestens jetzt fällt auch der äußerst druckvolle Sound von KIND DIAMOND Saitenhexer Andy LaRoque angenehm auf.

„Behind Immortal Eyes“ markiert dann so was wie die Trendumkehr, weniger vom räudigen Thrash, mehr hin zum US Metal, was der balladesk eingeleitete Titelsong gleich mit unterstreicht. Mit zwei herausragende Songs warten die Mannen aus San Jose auch noch auf: Zum einem die Powerballade „The Sick Sense“, die zwar ICED EARTH’sche Göttergaben der Sorte „I Died For You“ oder „Watching Over Me“ nicht ganz erreicht, aber trotzdem Nachhallwirkung zelebriert. Ja und dann ist da noch das abschließende „Succubus“, ein sieben Minuten Epos, verschönert mit einer betörenden Female Voice, und einem richtig mitreißenden Spannungsbogen.

IMAGIKA fabrizieren auf „Feast For The Hated“ einen doch sehr, sehr weit gespannten Spagat vom Thrash Metal bis hin zu ausgefeilten epischen Elementen, ein Kunststück, welches nur wenigen Bands derart überzeugend gelingt. Und hier sollten nicht nur Fans des US Metal reinhören, denn IMAGIKA sind lange genug irgendwo in der Versenkung umher gedümpelt, wird Zeit, dass die Fünf sich endlich mehr Gehör verdienen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (22.04.2008)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: NIGHTWISH - HUMAN :||: NATURE
ANZEIGE