Malus - The Beauty of Doom

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VÖ: 14.03.2008
Bandinfo: Malus
Genre: Black Metal
Label: Immense Storm Productions
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Lineup  |  Trackliste

MALUS widmen sich dem atmosphärischen, symphonisch angehauchten Black Metal. Wahrlich ein schwieriges Territorium und eine schwere Bürde, die sich die Band (sofern man ein „one-man-project“ als Band bezeichnen kann) da selbst auferlegt.

Und um eines vorweg zu nehmen: “The Beauty of Doom“ ist teilweise eine etwas zwiespältige Angelegenheit, scheitert aber im Gegensatz zum Großteil der Bands dieses Genres glücklicherweise nicht kläglichst an ihren eigenen Vorgaben.
MALUS begeben sich mit dieser Musik natürlich auf dünnes Eis: Die Black Metal Puristen werden an der atmosphärischen Ausrichtung und den häufig eingesetzten Keyboards keine Freude haben. Für Fans der momentan so populären pseudo-orchestralen Metalsubstile wird “The Beauty of Doom“ wiederum zu hart sein.

Dieses Werk ist jedenfalls auch in sich keineswegs homogen: Geknüppel und weitflächige Keyboardteile wechseln sich munter miteinander ab. Die prozentuelle Beigabe dieser Zutaten variiert aber innerhalb der Songs. Ein gutes Beispiel dafür ist z.b. “Memories of the Past“ in dem nach einem Keyboard Intro einiges an Geschwindigkeit zugelegt wird. Diese Mixtur ist zumeist sehr professionell arrangiert worden, wenngleich der eine oder andere Songteil etwas langatmig wurde.

Und damit ist man beim Problem dieses Albums: Handwerklich ist alles bestens umgesetzt, doch Spannung kommt nicht zu jedem Zeitpunkt auf. Wargrath ist ein sehr guter Musiker und ein ambitionierter Komponist, doch fehlen teilweise jene Songs, die sich ins Gehirn brennen und von dort nicht mehr verschwinden wollen.
Mit “I Delight in your Death” hat der Mann einen solchen Song geschrieben. Andere Titel des Albums gehen ebenfalls in jene Richtung (z.B. “Crystalline Dream“), insgesamt ist beim Songmaterial aber noch Verbesserungspotenzial vorhanden. Dennoch: “The Beauty of Doom“ ist ein ambitioniertes und überdurchschnittliches Werk, dem an manchen Stellen die besondere Note fehlt.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (30.04.2008)

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