Machinery - The Passing

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VÖ: 23.05.2008
Bandinfo: Machinery
Genre: Metal
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

2001 wurde MACHINERY in Schweden gegründet. Nach mehreren Demo Outputs erblickte im Oktober 2006 das Debütalbum „Degeneration“ das Licht der Welt. Erschien der Erstling noch auf dem eher im Untergrund agierenden Last Entertainment Label, wurde für das neueste Machwerk mit Regain Records eine doch schon weit etablierte Company gefunden. Was auch gut ist, denn der grob umschriebene Thrash/Epic/Groove, den Gitarrist/Sänger Michel Isberg und seine Hintermannschaft da fabrizieren, weiß durchaus zu gefallen.

Überraschend gleich einmal der Einstieg mit dem Titel „Cold“. Erstaunlich was da aus den Boxen quillt. Die neue NEVERMORE? Wahnsinn, der Track schafft es doch tatsächlich Erinnerungen an die Seattler Ausnahmecombo wachzurufen. Weit brachialer das darauffolgende „Reason is he Truth“, indem MACHINERY ihre Vorliebe für modernen Elchtod ausleben und ordentlich auf die Tube drücken. Überhaupt ist Abwechslung bei diesem Werk der große Trumpf. Die Herrschaften scheren sich einen Dreck um jedwede Konstellationen, wildern frech und frei in zig Sub-SubGenres des Metals umher und wissen bei allen variablen Komponenten die Eingängigkeit stets als gleichberechtigten Partner an ihrer Seite. Die latente SCAR SYMETRY Schlagseite ist sicher auch auf deren Gitarristen und MACHINERY Produzenten Jonas Kjellgren zurückzuführen, daneben gibt es noch zig Thrash Versätze und auch vor der Komplexität der Norweger COMMUNIC wird nicht Halt gemacht.

Am besten gefallen mir MACHINERY noch immer dann, wenn sie eher über den Teich schielen, besagtes „Cold“, das ebenso dynamisch wie melodiöse „I Divine“, das verspielte, mit angenehmen, nie aufdringlich wirkenden Keyboards verfeinerte „Dead Man“, oder der zwar leicht poppig angehauchte, aber zu jeder Sekunde überzeugende Überhit „Decide By Pain“, an diesem Album stimmt (fast) alles.

MACHINERY katapultieren sich mit ihrem Zweitling und einer doch potenten Record Company im Rücken endgültig aus dem schwedischen Underground mitten in die Metal Hochburgen dieses Erdballes. „The Passing“ schafft es über knapp eine Dreiviertelstunde sowohl die Thrash-, die modern, melodiös infizierten Death-, aber auch die eher traditionell eingestellten Metalfans unter einen Hut zu vereinen, die angesprochene Klientel darf auf MySpace in die Stücke „Cold“ und „Dead Man“ reinhören, lohnt sich definitiv!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (16.05.2008)

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