Floodland - Nameless

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VÖ: 00.05.2008
Bandinfo: Floodland
Genre: Goth Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Die Wiener Gothic-Rock Band FLOODLAND ist schon seit 1995 aktiv, konnte bislang allerdings nie über den Status eines Underground Geheimtipps hinaus kommen. Ein nicht unwesentlicher Grund dafür mag vielleicht sein, dass man sich immer etwas zu sehr an die eigenen Vorbilder geklammert hat. Wenn man sich nach einem Plattentitel der SISTERS OF MERCY benennt, und mit Beiträgen für RAMMSTEIN und THE CURE Tributalben hausieren geht, dann darf man sich über den Vorwurf einer mangelnden eigenen Identität auch nicht wundern.

Fünf Jahre haben sich FLOODLAND für ihr neues Studioalbum„Nameless“ Zeit gelassen, doch auch wenn es handwerklich wie immer kaum etwas auszusetzen gibt, kann man trotz der langen Pause keine wirkliche Weiterentwicklung erkennen. Die Songs sind einfach zu brav und bieder, und beschränken sich zumeist auf das reine Zitieren der üblichen Genregrößen. Ihr größtes Manko ist und bleibt jedoch der Gesang von Christian Meyer. Zwar klingt er nicht mehr ganz so gepresst und verkrampft wie früher, dennoch wirkt seine Stimme einfach gekünstelt, wodurch prinzipiell ansprechende Nummern wie „Nous Train“ und „After Ball“ deutlich abgewertet werden. „Time“ ist dann sogar ein vollkommener Totalausfall, wo rein gar nichts zusammenpasst und der Refrain wirklich gegen jede Regel des guten Geschmacks verstoßt.

Man merkt FLOODLAND schon an, dass einiges Potential in ihnen stecken würde, nur leider verstecken sie es gerne und gehen lieber den sichersten Weg, wie ausgelatscht dieser auch sein mag. Mit einem anderen Sänger und etwas mehr Mut zu ausgefalleneren Ideen wäre „Nameless“ sicher mehr geworden, als nur ein durchschnittliches Gothic Album mit leicht nostalgischem Flair.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: bender (20.06.2008)

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