Headshot - As Above, So Below

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VÖ: 30.05.2008
Bandinfo: Headshot
Genre: Thrash Metal
Label: Firefield Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

HEADSHOT aus Braunschweig werden dem einen oder anderen Thrash Metal Fetischisten bereits seit den 90er Jahren ein Begriff sein. Den großen Durchbruch haben die Deutschen aber trotz des erneuten Hochs des Thrash Metal nie geschafft.
Die Teutonen Thrasher sind nicht unbedingt dafür bekannt, besonders produktiv zu sein.
Doch dafür haben die bisherigen Veröffentlichungen ein überdurchschnittlichen Qualitätsniveau inne. Auch das neue Werk “As Above, So Below“ kann die Erwartungshaltungen erfüllen.

Dieses Album ist zugleich das letzte mit Sänger Andi Buer. Und ausgerechnet an seiner Vokaldarbietung werden sich die Geister scheiden. Dieser Liespel-Kreisch-Gesang wird nicht jedermanns Sache sein, und doch lässt sich eine gewisse Bandbreite in seiner Darbietung feststellen. Mal klingt Buer ähnlich wie ein besonders hysterischer Mille Petrozza, nähert sich in anderen Passagen aber wieder eher den amerikanischen Vorbildern des Genres an.
Auch musikalisch mischen HEADSHOT aus bekannten Zutaten einen variablen Thrash Cocktail. Man pendelt zwischen KREATOR- und Bay Area Anleihen und streut zudem moderne Groove Zitate in die an und für sich relativ traditionelle Ausrichtung. Dieser Schuss Modernität steht “As Above, So Below“ aber keineswegs schlecht zu Gesicht: Man verhindert es geschickt altbacken zu klingen, ohne in zu modernen Gewässern zu segeln.

Die Songs des Albums klingen demnach durch die Bank gelungen und gefällig. Kritikpunkte beim Songmaterial halten sich in Grenzen. Ein großer Kritikpunkt darf aber nicht verschwiegen werden: Die Songs tendieren dazu, kaum auffällig zu sein, bzw. sich zum Teil nur wenig in die Gehirnwindungen des Hörers zu schneiden. Manche Refrains sitzen einfach noch nicht fest genug im Sattel, um diesen besonderen Wiedererkennungswert zu garantieren.
Auffällig sind auf “As Above, So Below“ vor allem die experimentelleren Songs. So ist der 9-minütige Titeltrack ein unglaublich versierter Thrash Song in dem sich die Musiker austoben und ihre ganze Klasse aufblitzen lassen. Auch der Rausschmeisser “We Disintegrate“ wird Thrash Herzen höher schlagen lassen, da er an die glorreichen Zeiten KREATOR’s erinnert.
Damit wird bereits deutlich, dass HEADSHOT versuchen für viel Abwechslung zu sorgen.
Egal ob kurze, heftige Thrash Attacken (z.B. “Second to None“), melodischere Thrash Stücke (“Quest for the Sun“) oder gar ein progressiv-vertracktes Instrumentalstück (“The Swarm): Auf “As Above, So Below” findet man all jene Komponenten.
Wahrlich ein gutes Album, das an der 4-Punkte Marke kratzt und sie nur sehr knapp verfehlt!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (03.07.2008)

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