Jam Pain Society - Black Light Messiah

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VÖ: 18.07.2008
Bandinfo: Jam Pain Society
Genre: Industrial
Label: Locomotive Records
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Lineup  |  Trackliste

JAM PAIN SOCIETY versuchen auf ihrem Debütalbum „Black Light Messiah“ einen eigenen Stil zu kreieren, indem sie möglichst viele unterschiedliche Musikrichtungen in ihren Sound einfließen lassen. Dabei verzichten sie allerdings auf wilde Experimente und abgedrehte Kollagen, sondern pressen alle Einflüsse in stets kompakte Songs zusammen.

So steht auch gleich die erste Nummer „So here it is“ stellvertretend für die Vielfalt der Band um Sängerin und Aushängeschild Leah Kirby. Da treffen Industrial Beats auf leicht funkige Klänge, dazu kommen etwas härtere Gitarren und alles gipfelt in einem eingängigen Refrain. Manchmal entwickeln sich daraus sogar kleine Popnummern wie das schon fast radiotaugliche „Secret“, das den vielleicht nachhaltigsten Eindruck auf dem Album hinterlässt. Für einen Song konnten sie sogar KISS Legende Ace Frehley als Gast verpflichten, der „The Ride“ auch seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt. Mit der Zeit beginnt man allerdings ein wenig das Interesse an den Songs zu verlieren, da sie sich im Aufbau doch sehr stark ähneln und gegen Ende viele Ideen bereits bekannt erscheinen.

Dennoch hat diese etwas unausgegorene Mischung aus Industrial, Metal und Pop einen gewissen Charme, was nicht zuletzt der kraftvollen Stimme von Frau Kirby zu verdanken ist. Ein wenig fühlt man sich an die 90er Kurzzeitsensation REPUBLICA erinnert, die durchaus ihre Momente hatten ehe sie völlig von der Bildfläche verschwunden sind. Von solchen kommerziellen Erfolgen sind JAM PAIN SOCIETY sicher noch weit entfernt, aber vielleicht steht ihnen gerade deswegen ein längeres Leben bevor.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: bender (23.09.2008)

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