Starbreaker - Love's Dying Wish

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VÖ: 01.08.2008
Bandinfo: STARBREAKER
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

STARBREAKER mögen nun nicht zu den wahnsinnig bekannten Hard Rock Bands dieses Planeten zählen. Die einzelnen Musiker dieses Multikulti Projektes wiederum dürften jedem Fan des Genres bekannt sein. Immerhin singt mit Tony Harnell einer der großen Sänger des Genres bei STARBREAKER. Als Gitarrist agiert der multifunktionale Magnus Karlsson, während mit John Mancaluso (MALMSTEEN, TNT) an den Drums und Johnni Lightfoot am Bass nicht minder bekannte Männer die Band komplettieren.

Somit kann ein stümperhaftes Scheitern am eigenen Anspruch auch sogleich wieder verworfen werden. Allerdings erst nach dem furchtbar kitschigen “End of Alone“, das als Opener ungefähr so deplatziert wirkt wie ein Fuchspelz bei einer Peta Tagung.
Obwohl eine partiell eingesetzte Klebrigkeit leider – für den gegenwärtigen Hard Rock nicht untypisch – in weiterer Folge mehrmals angewandt wird, erfangen sich die vier hochklassigen Akteure und legen mit ihrem Zweitwerk ein abwechslungsreiches, musikalisches Kleinod vor.
Dabei agiert die Instrumentalriege äußerst songdienlich und lässt Tony Harnell großteils den kreativen Freiraum um seine Stimme perfekt zur Geltung kommen zu lassen.
Und dieser schmachtet und singt in unterschiedlichsten Tonlagen wie es ihm gerade beliebt und den Song unterstützt. Dabei gelingt es ihm, einige unsterbliche Melodien in unterschiedlichste Songs zu integrieren: Man führe sich den flotten Rock Song “Evaporate“ zu Gemüte oder ergötze sich am Titeltrack. Auch bei der Halb-Ballade “Hide“ weiß Harnell den Hörer in seinen Bann zu ziehen. Die größten Hits des Albums sind aber definitiv “Hello, Are You Listening?“ und das mit toller Drumarbeit versehene “Beautiful Disaster“.

“Love’s Dying Wish“ wurde im Laufe des Hörgenusses von einem hässlichen Entlein zu einem zumindest gefälligen Schwan. Manchen Songs hätten etwas mehr Ecken und Kanten sicherlich gut getan. Mit etwas weniger balladeskem Bombast hätte “Love’s Dying Wish“ zu einem wahrlich tollen Album werden können. Dennoch verbirgt sich dahinter einiges an kompositorischer Klasse und musikalischer Brillanz. Einzig und allein die Gitarrenarbeit kann ich kaum bewerten, da ein großer Teil der Soli von lästigen Voice Overs übertönt wird. Da hätte man sich wohl bessere Stellen aussuchen können, um eben jene zu platzieren.
Freunden des etwas kitschigen Hard Rocks im Geiste von TNT (wahrlich eine überraschende Referenz) und co. sei dieses Album hiermit ans Herz gelegt!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (11.08.2008)

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