Black Stone Cherry - Folklore and Superstition

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VÖ: 29.08.2008
Bandinfo: BLACK STONE CHERRY
Genre: Rock
Label: Roadrunner Records
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Lineup  |  Trackliste

Das Selbstbetitelte Werkl aus 2007 war schon eine der Überraschungen des vergangenen Jahres, aber der Kentucky Vierer hat auf „Folklore and Superstition“ mit einer atemberaubenden Sicherheit seine Vorzüge noch weiter ausgebaut. Das Album ist ein Hitsammelsurium wie man es nur alle heiligen Zeiten zu hören bekommt. Fälschlicherweise packen viele BLACK STONE CHERRY gerne in die Southern Rock Kiste (ja auch wir!), zugegeben, Chris Robertson & Co. verwursten genügend Südstaaten Einflüsse, aber BLACK STONE CHERRY sind mehr, viel mehr als eine weitere Combo, die den Spirit des Southern Rock hochhält.

Mit einer Lockerheit und Lässigkeit punktet der 13-Tracker schon mal zu Beginn mit dem Tripple Pack „Blind Man“, „Please Come In“ und dem satten Groover „Reverend Wrinkle“, setzt in weiterer Folge auch die balladesken Töne („Things My Father Said“ und „You“) bar jeglichen Kommerzes und/oder Kitsches in Szene und liefert mit „Devil’s Queen“ auch eine ordentliche Abschüttelnummer.

Wer jetzt meint, die Highlights wären aufgezählt, irrt gewaltig. Da gibt es mit „Peace Is Free“ einen erneut leicht balladesken Song, der sich dermaßen festfrisst, einen Chorus einfach nur zum Sterben aufzuweisen hat und mich permanent an TEMPLE OF THE DOG, das fantastische Tribute Album von PEARL JAM und SOUNDGARDEN Members für den verstorbenen MOTHER LOVE BONE Sänger Andrew Wood, erinnert. Und dann hat sich da noch ein Track namens „Soul Creek“ auf diesen Longplayer verirrt, und dessen „Yeahhhhhh, Yeahhhhhhhhhh Baby won’t you come with Me“ verfolgt mich mittlerweile schon wochenlang und will nicht und nicht aus dem Oberstübchen verschwinden!

Irgendwie ist das Ganze besorgniserregend. Und zwar deshalb, weil diese Vierer-Bande nach wie vor blutjung ist und ich möchte gar nicht daran denken, was die in der nahen (und/oder fernen) Zukunft da noch alles vom Stapel lassen werden. Bis dahin heißt es aber mal „Folklore and Superstition“ in Dauerrotation zu geniessen und Ende November 2008 die Wiener Szene heimzusuchen, denn gerade Live kommt dieser Südstaaten-inspirierte-Drecksköter sicher noch um einiges bissiger daher!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Reini (01.09.2008)

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