Stormrider - Fate Of The Hunter

Artikel-Bild
VÖ: 17.10.2008
Bandinfo: Stormrider
Genre: True Metal
Label: Pure Steel Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Sehr TRUE - das ist der erste Gedanke, der mir beim Anblick des STORMRIDER-Bandlogos kommt; und tja, auch die Musik soll mich da nicht enttäuschen! Bei Pure Steel Records untergekommen, veröffentlichen die Herren nun ihr zweites Full Length Album, nach der EP "Vengeance" und dem Debutalbum "Shipwreck" aus dem Jahre 2004. Und hier wird wirklich allerwahrster Stahl geschmiedet!

Auf "Fate of the Hunter" geben sich zahlreiche doppelläufige Leads und epische Passagen die Klinke in die Hand, darüber dann noch die Vocals von Fronter Stefan Hebes, und fertig ist der muntere US- und Euro-Powermetal-Cocktail! Leider dürften STORMRIDER noch ein bisschen brauchen, bis sie international den Durchbruch schaffen - einerseits kann mich die Produktion nicht restlos überzeugen, insbesondere die Drums finde ich nicht sonderlich gelungen gemischt, und außerdem ist das Songwriting eine Idee zu gitarrenzentriert - war liefert man anspruchsvolle Gustostückerln auf Höchstgeschwindigkeit (wie etwa das Solo beim Opener "Warpath" - aber hallo!) und interessante Licks am laufenden Band; allerdings fast schon zu oft; und so treten die Melodien und die Songs selbst in den Hintergrund, zu Gunsten der mal mehr, mal weniger passenden Gitarrenspielereien. Tja, manchmal ist weniger halt doch mehr - wenn sich STORMRIDER ein bisschen mehr auf tolle Hooks und eingängige Passagen konzentrieren würden, anstatt Gitarrengefrickel scheinbar über alles zu stellen, hätten sie hier mit "Fate of the Hunter" ein durchaus erstklassiges Album am Start.

Wirklich viel dahin fehlt aber glücklicherweise nicht - denn wie erwähnt sind die Individualleistungen der Instrumentalisten allererste Sahne (wenn es auch im Songwriting an einigen Stellen gehörig rumpelt), und Sänger Stefan Hebes besitzt ein interessantes Hybrid-Organ, das Ähnlichkeiten mit Tarek Maghary (MAJESTY / METAL FORCE), Adolfo "Morby" Morviducci (DOMINE) und auch Matt Barlow (wieder-ICED EARTH) aufweist; allerdings könnte er noch etwas Stabilität in der Stimme vertragen, um seine Vibratopassagen ein bisschen druck- und wirkunsvoller bringen zu können. Ansonsten sind seine Gesangsparts aber ziemlich stark; und besonders in den aggressiveren Passagen erinnert er mehr als nur ein bisschen an die große Stimme der Florida-Powermetaller von ICED EARTH (die wohl auch in gewisser Weiste für den Bandnamen Pate gestanden haben dürften)!

Alles in allem liefern STORMRIDER mit "Fate of the Hunter" ein durchaus gelungenes, wenn auch (noch) nicht überragendes True Metal-Album ab, das sich durchaus sehen und hören lassen kann! Allerdings könnte das Songwriting in mancher Hinsicht noch etwas Finetuning vertragen - manche Nummern wirken einfach zu gehetzt, und fast schon etwas chaotisch im Aufbau, in dem Versuch, anscheinend mit aller Gewalt in jede Nummer möglichst viele anspruchsvolle Gitarrenparts einzubauen. Das muss gar nicht immer sein - manchmal ist es besser, mit dem Song zu arbeiten statt gegen ihn. Nichtsdestoweniger können Fans von Bands wie STORMWARRIOR, ICED EARTH oder DOMINE hier jedenfalls mal reinhören - hier wird amtlicher Stahl gegossen, und für Wahrsten der Wahren unter uns hält "Fate of the Hunter" sicher den einen oder anderen Hingucker-Moment parat!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (10.10.2008)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Benediction - Scriptures
ANZEIGE