Elvenking - Two Tragedy Poets (...And A Caravan Of Weird Figures)

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VÖ: 14.11.2008
Bandinfo: ELVENKING
Genre: Folk Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Manchmal befindet man sich als Rezensent in einer zwiespältigen Situation, die sich nicht ohne weiteres in Luft auflöst. So liegen einem zum Teil Promos vor, die jene Bezeichnung gar nicht verdienen. “AFM Records“ scheinen sich dazu entschlossen zu haben, die Arbeit der Rezensenten zu erschweren, indem sie die beinahe schon obligatorischen Voice-Overs zusätzlich zu strecken lernten. Doch wie soll man darauf reagieren? Die an und für sich unschuldige Band dafür „zum Handkuss kommen“ lassen? Oder dem Leser vorgaukeln, die CD in voller Länge gehört zu haben?

Weder noch! Deshalb spar ich es mir an dieser Stelle, detailliert auf einzelne Songs einzugehen, da ich sie ganz einfach nicht in voller Länge hören durfte. Dennoch folgen einige, komprimierte Gedanken zu diesem ‚Promofragment’, die den Fans der Band erste Eindrücke zum neuen Werk der Italiener liefern sollen:
“Two Tragedy Poets“ ist ein akustisches Album von ELVENKING, was natürlich gewisse Auswirkungen auf das musikalische Gesamtkunstwerk hat. Der Power Metal Anteil wurde aufgrund der akustischen Ausrichtung notgedrungen reduziert, was ELVENKING aber durchaus gut zu Gesicht steht. Stattdessen tendiert die Band auf “Two Tragedy Poets“ eindeutiger denn je zum keltischen Folk. Die Fokussierung auf jene Folk Elemente klingt in Verbindung mit dem - für dieses Genre ungewöhnlichen, weil Power Metal lastigen - Gesang durchaus interessant. Ja, ELVENKING erarbeiten sich ihre eigene Nische, die wiederum abwechslungsreich genug ist, um ein äußerst heterogenes Songmaterial zu ermöglichen. Während manche Songs des Albums den Status des traditionellen ELVENKING-Füllmaterials (z.B. “The Blackest Of My Hearts“) verinnerlichen, klingen andere in diesem Folk Gewand überzeugend und immer typisch nach ELVENKING (z.B. “Another Awful Hobs Tale“ oder “Not My Final Song“).

Jeder, der ELVENKING bis dato nichts abgewinnen konnte, wird auch mit “Two Tragedy Poets“ nichts anfangen können, da die Band trotz der etwas vom Standard abweichenden Direktion des Albums, die wesentlichen Charakteristika ihres spezifischen Sounds beibehält. Doch die „alten“ Fans werden mit “Two Tragedy Poets“ zufrieden sein, wenngleich die althergebrachten Schwachpunkte der Band auch mit diesem Werk nicht in Vergessenheit geraten. Insgesamt steht der Band diese Fokussierung auf keltische Folkelemente aber gut, was sich auch bei den Neuinterpretationen der beiden bereits bekannten Songs “The Wanderer“ und “The Winter Wake“ zeigt. Ob man unbedingt eine ELVENKING Version von “Heaven Is A Place On Earth“ benötigt, sei an dieser Stelle dahingestellt. Diese – für meine subjektive Einschätzung – zweifelhafte (Cover-)Songauswahl soll den insgesamt zufrieden stellenden Gesamteindruck des Albums aber nicht trüben. Obwohl eine Wertung aufgrund der in Absatz 1 beschriebenen Thematik etwas schwierig erscheint, gibt es wohlgemeinte 3,5 Punkte für die italienischen Folk Metaller ELVENKING.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (10.11.2008)

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