Blaze Bayley - The man who would not die

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VÖ: 07.07.2008
Bandinfo:
Genre: Heavy Metal
Label: Soulfood Music
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Lineup  |  Trackliste

Düsterer Metal, wie man ihn von ihm kennt.

Blaze Bayley meldete sich im Sommer 2008 wieder mit einem neuen Album zurück, das den viel versprechenden Namen "The man who would not die" trägt und wahrscheinlich ein deutliches Zeichen gegenüber seiner überstandenen Alkoholabhängigkeit sein soll. Auch die depressiven Phasen des Vorgängeralbums "Blood and belief" haben sich dieses Mal erfreulicherweise stark zurück entwickelt und somit liefert uns der Ex-Wolfsbane- und -Iron Maiden-Frontmann ein weiteres gutklassiges Solo-Album ab!

"The man who would not die" startet ganz traditionell. Bayley hat wieder versucht seine gesamten Stärken auf dieser Scheibe zu vereinen. Dazu gehört zum Ersten sicherlich die düstere, träge Stimme, die zwar überhaupt nicht jedermanns Sache ist, doch in der - zumindest meiner Meinung nach - sehr viel Stimmung und Harmonie ausgedrückt werden kann. Stilistisch gesehen hält sich die Scheibe zwischen traditionellem Heavy Metal und einigen eher sehr düsteren Riffs auf, die beinahe aus dem Death-Sektor stammen könnten.

Doch Blaze Bayley bleibt seiner Linie treu und wirft dem geneigten Fan mit dieser Platte sicherlich einen Leckerbissen des heurigen Jahres vor die Füße, der sich hoffentlich besser verkaufen lässt, als die starke, doch auch extrem unterbewertete "Alive in Poland"-DVD.

Das Ganze beginnt schon bedrohlich mit dem Titeltrack. "The man who would not die" ist ein Metal-Stampfer vor dem Herrn und zeigt, wenn auch nicht unbedingt gesanglich, wo der Hammer hängt. Weiter geht es mit dem stimmungsvollen "Blackmailer", das alle Facetten des Musikers zeigt, während "Smile back at death" und vor allem das textlich hervorragende "Samurai" härtere Gangarten einschlagen.

Den Höhepunkt der Scheibe stellt für mich das lyrisch gefühlvolle "When you're gone" dar, das in düsterer musikalischer Umsetzung zeigt, wie man das Gefühl von Liebe metallisch darstellen kann und es trotzdem nicht an Wichtigkeit verliert. Genial...

Alles in allem ist "The man who would not die" ein fast perfektes Album geworden, wären Bayley zum Ende hin nicht noch ein paar Schlampigkeitsfehler unterlaufen, die den einen oder anderen Song zum Schluss der Scheibe ein wenig wie einen Lückenfüller wirken lassen! Wirklich schade, denn mit seiner neuesten Scheibe liefert der verschmähte Maiden-Fronter ansonsten ein Album ab, welches für mich das Beste seiner bisherigen Solo-Karriere ist...

Nur weiter so...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (13.11.2008)

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