August Burns Red - Messengers

Artikel-Bild
VÖ: 30.09.2007
Bandinfo: AUGUST BURNS RED
Genre: Metalcore
Label: Solid State Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Der amerikanische Metalcore-Fünfer AUGUST BURNS RED hat vor gut einem Jahr sein Zweitwerk mit dem Titel „Messengers“ in die Welt geworfen. Wenn man jetzt noch weiß, dass die Jungs bekennende Christen sind, sticht der Titel nicht unbedingt extrem positiv ins Auge. Das wird doch keine Bibellehrstunde werden? Nun, natürlich präsentieren uns AUGUST BURNS RED klassische Texte für diese Ecke, die kommen aber glücklicherweise nicht unbedingt plump daher. Außerdem hat man bei dieser Musik sowieso kaum Zeit, auf den Inhalt zu achten…

AUGUST BURNS RED wollen uns nämlich beweisen, dass sie die progressivste, komplexeste und dabei eingängigste Metalcore-Combo dieses Planeten sind. Gleich mit „Truth Of A Liar“ wird drauf los geballert, dass es nur so eine Freude ist. Breaks treffen auf Melodien und halsbrecherische Rhythmuswechsel. Das kann mitunter dazu führen, dass man sich nach zwei Minuten schon nicht mehr richtig auskennt, wo man nun ist – beim ersten oder doch schon beim sechsten Track? Fronter Jake Luhrs zeigt uns derweil, was man stimmlich in diesem Sektor drauf haben muss – ähm, nun ja, das übliche eben. Das präsentiert er uns aber souverän, ohne auf cleanen Gesang setzen zu müssen (danke!). Durch die Summe der einzelnen Teile erscheinen die Songs wie gesagt teilweise etwas undurchsichtig, da reicht ein Hördurchgang nicht aus, um sich im Dickicht der Instrumente zu Recht zu finden. Zum Glück gibt es aber ein paar Nummern, die doch Wiedererkennungswert bieten, allen voran das grandiose, mit MathCore-Einlagen gespickte „Vital Signs“ und das bitterböse Trio aus „Balance“, „Black Sheep“ und „American Dream“. Nach gut 50 Minuten ist man wieder raus aus dieser Achterbahn und wird sich mal das Genick etwas einreiben müssen.

Produziert vom The-One-And-Only Tue Madsen klingt das ganze Album auch entsprechend gut und drückt schon voll aus den Boxen. Vielleicht sind die einen oder anderen Tempi- und Melodiewechsel etwas zu extrem ausgefallen, konventionelles Songwriting würde da eventuell weiterhelfen. Aber insgesamt ein schönes Teil, dass ganz auf die Metalcore-Kiddies mit leicht gestiegenen Ansprüchen (was die Komplexität betrifft) zugeschneidert ist.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: chris (07.12.2008)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Pulse
ANZEIGE