Tesla - Forever More

Artikel-Bild
VÖ: 07.11.2008
Bandinfo: TESLA
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Das Jahr 2008 scheint für den guten, alten Hard Rock kein gutes gewesen zu sein: Viel Durchschnitt, manche peinliche Auswüchse alter Heroen und vor allem nur wenige begeisternde Werke galt es zu vernehmen.
Doch Frontiers Records scheinen einfach nicht aufzugeben und veröffentlichen mit “Forever More“ die neue CD der ewig unterbewerteten TESLA. Und um eines vorweg zu nehmen: Die italienische Plattenfirma tat in diesem Fall wirklich gut daran, ihrer Linie treu zu bleiben!
Bereits der Vorgänger “Into the Now“ war eine überzeugende Angelegenheit, wird aber durch “Forever More“ noch mal übertroffen. TESLA präsentieren sich in Höchstform und kredenzen – spielfreudig wie eh und je – zwölf Songs, die weit davon entfernt sind als ‚Durchschnitt’ betitelt zu werden.

Bereits der Opener und Titeltrack zeigt dem Hörer wo es lang geht: Ein cooler, eingängiger Midtempo-Rocker inklusive eines netten Gitarrensolos, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt!
Das darauf folgende “I wanna live“ geht in eine ähnliche Richtung und könnte durchaus zu einem TESLAschen Evergreen werden. Während “One Day At A Time“ ‚nur’ gut ist, lugt mit “So What” das rockige Groove Monster um die Ecke. Nach diesem flotten Beginn wirkt der langsame, fast balladeske Start von “Just in Case“ wie eine zu erwartende Abwechslung. Doch auch dieser Song entwickelt sich zu einem Ohrwurm, wenngleich der halb-balladeske Touch ein Merkmal des Songs bleibt.
“Fallin’ Angel“ ist der bis zu diesem Zeitpunkt sicher kommerziellste Track. Doch auch diese Radio-Rock Ballade ist keineswegs schlecht gemacht und könnte von diversen Radiostationen dieser Welt aufgegriffen werden, wenn jene nicht so verbohrt wären und immer auf die selben Namen setzen würden. Dieser Song tut niemandem weh, ist aber dennoch um vieles interessanter als die üblichen Auswüchse dieses Genres. Zum Glück vergehen sich TESLA in weiterer Folge nicht zunehmend an diesem Schema, sondern liefern danach wieder rockigere Stücke ab, was v.a. bei “All Of Me“ überraschend schnell und (für TESLA) aggressiv vor sich geht. Die abschließenden Titel “Pvt. Leadbetter“, “In A Hole Again“ und das mit versierter Gitarrenarbeit versehene “The Game” werden alle TESLA Fans nochmal erfreuen, da diese Songs allesamt zünden können.

Sind TESLA nun die Retter des Hard Rock Genres? Nun, eine solche Behauptung wäre natürlich übertrieben. Schließlich macht die Band um Sangeswunder Jeff Keith und Gitarrero Frank Hannon eigentlich genau das, was sie immer macht: Abwechslungsreiche Rockmusik, die sich auf den starken Songwritingstil der Band stützt!
Was raus kommt ist ein tolles Album, das für Freunde dieses Genres unverzichtbar sein sollte.
Ich frage mich nur, warum Bands wie BON JOVI, die seit vielen Jahren nichts hochwertiges oder gar originelles fabriziert haben, zu den großen Megasellern zählen, während TESLA mit ihren grandiosen Refrains einiges an massentauglichem Potenzial aufweisen, von eben jener Masse aber großteils ignoriert werden. Das Musikerleben scheint nicht immer fair zu sein, aber um TESLA selbst zu zitieren: “So What“?
Fazit: “Forever More“ ist ein tolles Album mit einem dementsprechenden Artwork und großteils sehr gelungenen Texten. Also genießt es, liebe Freunde der Rockmusik!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: El Greco (09.12.2008)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: LAMB OF GOD - Lamb Of God
ANZEIGE