AMON AMARTH - With Oden On Our Side

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VÖ: 22.09.2006
Bandinfo: AMON AMARTH
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Bei „Fate of Norns“ bin ich ja ganz amtlich vom Leder gezogen mit den selbsternannten Wikingerbarden aus dem hohen Norden. Gut, mit etwas Abstand betrachtet war die Benotung vielleicht eine Spur zu negativ ausgefallen, aber die Mannen um Frontmonster Johann Hegg machen mit „With Oden on Our Side“ alles wieder wett und strafen meine damals getätigten Aussagen nicht nur einmal Lügen!

Hilfreich dabei sind neben einer glasklaren und einer Monster-Druckmäßigen Produktion auch die – Gott sei Dank – wieder ins Programm aufgenommenen Geschwindigkeitssteigerungen, dadurch wird die gewisse Lethargie die „Fate of Norns“ - bei allem Respekt - umgab, gleich von vornherein ins Nirwana manövriert. Schon der Opener „Valhalla Awaits Me“ ist derart schnell, dass ich gleich zweimal nachschauen musste, ob es sich hier wirklich um AMON AMARTH handelt. Fredrik Andersson hat die pumpende Double Bass Drum wiederentdeckt, und knüppelt (für AA Verhältnisse wohlgemerkt!) diesen, in den von der Band gewohnten Mörder Refrain gipfelten, Song in sprichwörtliche Valhalla’sche Untiefen. Doch dies ist nicht der einzige Beitrag, wo das Tempo verschärft wird, da wären noch „Asator“ (teilweise!) und über weite Strecken das echt geil gewordene „Cry Of The Black Birds“.

Doch was wäre ein AA Album ohne die epische, erhabenen ja geradezu majestätischen Dampfwalzen Hymnen, auch derer haben sich wieder einige auf „With Oden On Our Side“ verirrt, sei es jetzt das groovende „Ruins to Your Memory“, der Abschlußtrack „Prediction of Warfare“, oder der Titelsong selbst, diesmal klingt das Ganze einfach noch epischer, noch erhabener, ja sogar noch majestätischer und über all dem thront in vollem Lichte der Übersong überhaupt, das schon als königlich zu bezeichnende „Gods of War Arise“ – würde es jemals so was wie eine Death Metal Single Hitparade geben, genau dieser Song würde ob seiner Eingängigkeit, seiner leichtfüßigen Melodieführung und ob seiner Ungezwungenheit für Wochen, ach was, für Monate unangefochten die Nummer 1 Position innehaben!

Die Mannen um Fronthühne Johan Hegg haben die unbedingt notwendige, und auf „Fate of Norns“ so schmerzlich vermisste, Nuance an Abwechslung wieder gefunden und auch wenn ich mir jetzt haufenweise Feinde mache, aber irgendwie mutieren die Nordlichter meiner Meinung nach zu den Manowar des Death Metal (wenn wir von der musikalischen Komponente jetzt lediglich die Frühphase der selbsternannten Kings of Metal als Vergleich hernehmen) – mag sein, dass als Kompensation für das doch eher geschasste „Fate of Norns“ Album die Bewertung für das neue Album eine Spur zu positiv ausgefalllen ist, aber bis auf das (schon fast zu) ruhige „Under The Northern Star“ überzeugen eigentlich die restlichen acht Songs ohne Ende! Der ideale Soundtrack um wieder mal bis zum Exzess etliche mit Met gefüllte Trinkhörner in der Runde kreisen zu lassen.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Reini (18.09.2006)

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