One Hour Hell - Product of Massmurder

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VÖ: 00.10.2008
Bandinfo: ONE HOUR HELL
Genre: Thrash Metal
Label: Twilight Vertrieb
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

SwedishMachinegunMetal? Alles klar, hinter jeder neuen Scheibe auch eine neue Stilrichtung drangehängt & ab in den Laden. Die 10 Songs auf dem Erstling der Schweden (nona) sind aber bei weitem nicht soo aufregend wie die neugeschaffene Stilistik vorzugaukeln versucht:

Für Fans der alten CARNAL FORGE / THE HAUNTED hat das Fivepiece mitunter ein paar schmackhafte Sachen im Gepäck; auch der Auftakt „Scarsuit“ bzw. „Pigfarm“ mundet noch einigermassen da man bei ersterem ein paar verwegene Meshuggah-Zitate in das Highspeedprogramm packt und dabei auch der Bass schön dreckig und hörbar integriert wurde.
Der Rest bietet leider nur spärliches GenreEinerlei – heiseres wie aggressives Geschrei , viel Uptempogeklopfe und eine Prise guter Riffs blocken den Enthusiasmus aber schon noch 2 Durchläufen. Interessante Ansätze ersticken zumeist im dynamiklosen Geschrote, der Sound ist schön roh und trocken – aber auch gesichtlos. So wie eben die ganze Band und deren Songgefolge.

Und sonst ? Schweres Midtempogeschütz zur zwischenzeitlichen Erholung bietet am ehesten noch „Lifeless 1“, sein Bruder („Lifeless 2“) präsentiert dagegen wieder das volle Brett - schnell angeschlagene (Stakkato)Saiten und der gesteigerte Drumtakt verwüsten die heimische Anlage in Sekundenschnelle, zurück bleibt aber… nicht viel. In etwas genausoviel bietet auch der etwas zerfahren wirkende Titeltrack: kraftloses Stückwerk, bei dem bis auf die paar Akustikeinsprengsel der Wiedererkennungswert gen Null tendiert.

Am besten schlagen sich One Hour Hell durch die neuere Death/Thrashgeschichte wenn sie simpel, aber effektiv im geselligen Moshtempo ( erster Teil von „Mindblock“) durch die Boxen waten & daneben eine leicht progressive Note anschlagen . So wie in „Vigilante“, das außerdem noch mit einen unerwarteten Gitarrenoutro aufwarten kann…
Das Talent ist durchaus vorhanden, lediglich die Kanalisierung in gute, effektvolle Songs muss in Zukunft noch erfolgen. Wer von aggressiven Skandinaviersound noch immer nicht die Schnauze voll hat, darf sich mal eine Stunde in der Hölle geben... auch wenn diese hier lediglich 35 Minuten dauert…



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: PMH (26.12.2008)

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