Vengeance - Soul Collector

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VÖ: 23.01.2009
Bandinfo: Vengeance
Genre: Hard Rock
Label: Metal Heaven
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

VENGEANCE? Was sollte man über diese Holländer noch „neues“ erzählen, nachdem sie bereits seit 25 Jahren ohne Kompromisse rocken?
Auch 2009 haben sich VENGEANCE nicht verändert und bleiben ihrer Linie voll und ganz treu, was sich auf “Soul Collector“ eindeutig feststellen lässt. Dabei machen sie zum Glück nicht den Fehler immer mehr in Richtung „Hausfrauen-Pop/Rock“ abzudriften, sondern achten darauf, besonders altbackende oder konstant softe Elemente aus dem bandeigenen Sound zu verbannen.

Diese einleitenden Worte wirken so überraschend wie Schnürlregen an einem Herbsttag in Salzburg und doch umgehen VENGEANCE trotz dieser vorbestimmten Direktion, die im Hard Rock gegenwärtig zu oft aufkommende Langeweile. Die Klippen der Langeweile werden mühelos umschifft, indem man sich auf die eigenen Stärken besinnt, was dank des Erfahrungshorizontes der Band kein ernsthaftes Problem darzustellen scheint.
Die Songs klingen dabei bisweilen erstaunlich groovig mit einer selten da gewesenen Lässigkeit (z.B. “Cross In The Rain“), partiell modern (“Soul Collector“), halb-balladesk (“What the Hell Is Going On“), poppig (man höre die durchschnittliche Ballade “Lean On Me“, die durch die hervorragende Stimme von Leon Goewie gerettet wird), episch (wie auf “Samurai“, das den einen oder anderen Fan an den VENGEANCE-Hit “Arabia“ erinnern wird) oder ganz einfach klassisch (z.B. “Rock and Roll Band“).

Mit anderen Worten: VENGEANCE decken alle in ihren bandeigenen Rahmen passenden Facetten ab und schaffen somit ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Album. Leon Goewie klingt so gut wie schon lange nicht mehr, die Produktion ist mehr als gelungen und auch die Instrumentaldarbietung lässt keine Wünsche offen. Fans des Hard Rock Genres werden mit “Soul Collector“ ihre Freude haben! Für alte VENGEANCE-Fans gilt dies sowieso!
Der Grund warum noch etwas Luft nach oben in der Bewertung ist? Ganz einfach: Um an der Höchstnote zu kratzen, muss die hohe Qualität auf konstantem Niveau gehalten werden, was durch ein paar Füller auf “Soul Collector“ vermieden wird. Zudem sollte der Faktor der Originalität zumindest in rudimentär erkennbarer Form vorhanden sein. VENGEANCE hatten zwar wenig Mut zum Risiko, dafür aber viel Geschick und Können, was zu vier ehrlichen und verdienten Punkten führt!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (16.01.2009)

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