Lamb of God - Wrath

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VÖ: 20.02.2009
Bandinfo: LAMB OF GOD
Genre: Thrash Metal
Label: Roadrunner Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Nachdem überaus erfolgreichen (Platz acht in den US Billboard Charts!), aber auch hoch melodischen „Sacrament“ Werk aus dem Jahr 2006, legen LAMB OF GOD mit „Wrath“ einen neuen Braten in die metallische Röhre. Und diesmal ziehen Frontmann Randy Blythe und seine Companeros wieder ordentlich vom Leder. „Wrath“ ist deutlich härter, wütender und auch lange nicht so Melodie verliebt wie sein direkter Vorgänger. Also im wahrsten Sinne des Wortes ein heftiger, in dieser Form wohl von den wenigsten erwarteter Einstand bei der neuen Record Company Roadrunner Records!

Nach dem kurzen, zumeist ruhigen Intro „The Passing“ fahren die beiden Opening Tracks „In Your Words“ und die erste Single (!!!) „Set To Fail“ dermaßen ins Gebälk, dass man es der Band schon zu diesem Zeitpunkt gut und gerne abnimmt, dass sie allen beweisen wollten wie hart und knüppeldick sie nach wie vor vom Leder ziehen können. Hilfreich hierbei die ungemein trockene, organische Produktion von Josh Wilbur, der die Band wieder in aggressive Gefilde gelenkt hat. Verschnaufpausen? Kaum vorhanden! Clean Vocals? Nicht bei LAMB OF GOD! Herausragend hierbei Sänger Randy Blythe, nicht nur, dass der Kerl eine in gewissem Masse einzigartige Stimme hat, knüppelt er mit seinen Screams, Growls und unbarmherzigen Shouts nahezu alles in Grund und Boden! Den (Fast)Beat gibt Schlagwerker Chris Adler vor, so schnell und angriffsbereit haben LAMB OF GOD letztmalig auf dem 2004er „Ashes of the Wake“ Teil agiert.

Zurücklehn Phasen finden sich nur spärlich in dieser knappen Dreiviertelstunde. Lediglich der Beginn von „Grace“ (angenehmes Akustik Intro!) und der sieben minütige Rausschmeißer „Reclamation“ agieren geschwindigkeitstechnisch mit leicht angezogener Handbremse – der Rest ist schnell, fies, maliziös und offeriert uns eine Band, die hungriger denn je zu Werke geht!!

„Sacrament“ mag kommerziell gesehen richtig gewesen sein, aber LAMB OF GOD gewinnen mit diesem vertonten Bastard namens „Wrath“ viel von ihrer vielleicht verloren geglaubten Credibility zurück – „Wrath“ ist böse und provokant, ingrimmig und über nahezu Albumdistanz wutverzerrt, noch dazu passt hier der Spruch It kills the filler in eindrucksvoller Manier! Überraschend heftig – gut so!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (10.02.2009)

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