Faith Factor - Against A Darkened Sky

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VÖ: 19.12.2008
Bandinfo: Faith Factor
Genre: Progressive Power Metal
Label: Retroactive Records
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Lineup  |  Trackliste

Da kann sogar das abgehärtete True Metal-Herz nicht mehr lachen. Nach MANOWARs Kollateralschaden mit "Gods Of War" schien der letzte Zacken Ehre der respektvollen True Metal-Gemeinde ins Klo gefallen zu sein. Natürlich hätte die Chance bestanden den ramponierten Ruf wieder halbwegs herzustellen, doch anstatt sich zu bemühen, kommt so etwas heraus...

FAITH FACTOR aus dem ehrenwerten Obama-Land wurde 2006 gegründet und lieferten Ende letzten Jahres ihren Debut-Longplayer ab, der den Namen "Against A Darkened Sky" trägt. Der Kampf mit dem dunklen Himmel wird leider eindeutig verloren. Hier passt einfach überhaupt nichts. Einerseits wollen die Herren rund um Frontsau "Ski" Kiersznowski (keine Ahnung, woher der Name stammt!) ein Old-School-Revival starten, wofür Bands, die bei Retroactive Records unter Vertrag sind ja bereits bekannt sind, andererseits können sie keine anständige Melodielinie zu Ende führen.

Die Refrains ziehen nicht, die Melodien gehen überhaupt nicht ins Ohr und die Background-Vocals, die wahrscheinlich von den restlichen Bandmitgliedern stammen, klingen einfach nur grottenschlecht. Als ob das Mikrofon gebraucht von ebay stammen würde. Auch der nicht zu verleugnende JUDAS PRIEST-Faktor hebt die Qualität nicht wirklich an. Erstens sieht die halbe Band aus wie Rob Halford vor ein paar Jahren und zweitens ist mir sogar ein Halford, der mit den Lippen am Teleprompter hängt und kaum noch gerade stehen kann, immer noch lieber, als eine sehr schlechte Kopie. Und genau das sind die Jungs von FAITH FACTOR.

"Ski" versucht die ganze Platte hindurch das stimmliche Niveau seines anscheinenden Vorbildes zu treffen und scheitert daran kläglich. Was schade ist, denn prinzipiell würde man an ihm ein gewisses Händchen für das Songwriting erkennen. Doch was er sich auf "Against A Darkened Sky" leistet, ist einfach nicht mehr schön...

Da kann nicht einmal der hartgesottenste Die-Hard-True-Metal-Fan darüber hinwegsehen; diese Platte ist schlecht, hat keinen Funken von Eingängigkeit und streitet sich mit "Gods Of War" um die Krone der kitschigsten, uninspiriertesten Alben dieses Genres!

Tut mir leid, ich kann leider nichts Positives an dieser Platte erkennen, außer dass zumindest die Produktion der Scheibe nicht so miserabel ausgefallen ist.



Bewertung: 1.0 / 5.0
Autor: mat (02.02.2009)

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