Psyopus - Odd Senses

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VÖ: 13.02.2009
Bandinfo: Psyopus
Genre: Mathcore
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

PSYOPUS haben bereits auf ihren vorherigen Alben versucht, das ohnehin leicht elitäre Mathcore Genre mit wahnwitzigen Lärmattacken bis an die Grenzen des Erträglichen auszureizen. Dem Gitarristen Christopher Arp schien dies alles noch immer zu wenig zu sein, also tauschte er seine gesamte Mannschaft aus, damit sich die Band auf „Odd Senses“ nun endgültig von jeglicher Struktur und Nachvollziehbarkeit verabschieden kann.

Der Hörer braucht also noch stärkere Nerven, wenn er sich mit diesen Soundcollagen näher auseinandersetzen möchte. Das Gitarrenspiel von Christopher Arp ist deutlich wirrer geworden, Songstrukturen werden teilweise völlig aufgelöst, und als Draufgabe tauchen immer wieder seltsamste Sprachsamples auf, die fast bis zur Schmerzgrenze wiederholt werden. Erholung findet man erst am Ende der Platte, beim fast zehn Minuten langen Instrumental „A Murder to Child“, wo die stets vorhandenen Jazzeinflüsse einmal im Vordergrund stehen dürfen. Danach sollte man allerdings rasch abschalten, da der folgende „Hidden Track“ nicht nur vom seltsamen Humorverständnis der Band zeugt, sondern auch noch bleibende Schäden am Nervenkostüm hinterlassen könnte.

In einer Szene, wo jeder versucht den anderen an Verrücktheit zu überbieten, nehmen PSYOPUS sicher einen der vorderen Plätze ein. „Odd Senses“ sei all jenen empfohlen, die stets auf der Suche nach neuen Superlativen sind, und danach den Bekanntenkreis mit einer schelmischen Freude in den Wahnsinn treiben.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: bender (26.02.2009)

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