BELIEVER - Gabriel

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VÖ: 09.04.2009
Bandinfo: BELIEVER
Genre: Extreme Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

Obwohl die ehrwürdigen Mannen von BELIEVER wohl zu einer der bekanntesten Thrash Metal-Bands der 80er und 90er Jahre gehörten, war es im Jahre 1994 erst mal Schluss mit lustig. BELIEVER lösten sich auf und wohl niemand hatte damit gerechnet, dass sich die Jungs anno 2008 noch einmal zusammenschließen würde, um einen neuen Silberling einzuspielen. Und trotzdem war es so und die Anhänger der härteren Metal-Spielarten können sich auf großen Tag freuen - den 9. April 2009, denn dann wird "Gabriel", das jüngste "Kind" der Band das Licht der Welt erblicken.

Ob man bei BELIEVER jetzt wirklich von Thrash Metal sprechen kann, bleibt für mich offen, daher habe ich lieber den Begriff Extreme Metal gewählt, denn Kurt Bachman und Co. bedienen sich an Elementen der verschiedensten Metal-Einflüsse und kreieren dadurch eine explosive Mischung, die man so in letzter Zeit nicht allzu oft gesehen und gehört hat.

Nicht nur, dass der Opener "Medwton" gleich zu Anfang die mächtige Thrash-Riff-Keule auspackt und dem Hörer ein Feuerwerk an Gitarrenarbeit um die Ohren haut, BELIEVER rennen durch sämtliche Genres hindurch und picken sich überall das Gewünschte heraus. Hier einmal eine kleine Instrumental-Einlage, dann wieder ein Piano-Einsprengsel. Von den brutalen Tempiwechseln gar nicht zu reden - da geht die Post ab. Beim ein oder anderen Riff lugen sogar einmal die Genre-Kollegen von TESTAMENT um die Ecke...

Man hört der Scheibe diese GUNS'N'ROSES-artige musikalische Abwesenheit zu keiner Sekunde an, obwohl die Produktion an manchen Stellen schon ein wenig zu sehr altbacken klingt. Das dürfte bei den heutigen Maßstäben der Produktionsarbeit eigentlich nicht mehr vorkommen, aber da kann man nichts machen. "Gabriel" ist ein gutes Album geworden, dass sich altgediegene Thrasher oder solche, die es noch werden wollen, sicherlich bedenkenlos zulegen können, doch im Endeffekt fehlen dann doch ein wenig die so dringend benötigten Überraschungsmomente und die packenden Melodielinien, die aus dieser Scheibe ein ruhmreiches Comeback hätten machen können. So bleibt es bei einem netten, durchaus anzuhörenden Metal-Album, das nicht mit unbedingt zwingendem Material daher kommt...



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: mat (06.04.2009)

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