Virgin Steele - The Marriage Of Heaven And Hell Part II (Remastered)

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VÖ: 31.10.2008
Bandinfo: VIRGIN STEELE
Genre: Progressive Power Metal
Label: Dockyard1 Records
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Lineup  |  Trackliste

Und dann wurd es amtlich...

VIRGIN STEELE, sich in DER Schaffensphase ihrer Karriere befindlich, legen 1995 ihr siebtes, offizielles Studio-Album mit Namen "The Marriage Of Heaven And Hell Part II" ab, gleichzeitig das dritte Album innerhalb drei Jahren! Als Fortsetzung zum '94 erschienenen Vorgänger gedacht, wird das ganze "Heiratsmaterial" auf der Scheibe auch konsequent fortgesetzt. Thematisch wie auch musikalisch.

Die symphonischen und progressiven Aspekte haben noch einmal einen Gang zugelegt und David DeFeis und Co. zeigen sich zum ersten Mal von ihrer durchwegs konzeptionellen Seite. Das Material erinnert stark an die frühen MANOWAR zu "Sign Of The Hammer"-Zeiten, doch VIRGIN STEELE können irgendwie immer wieder ihre eigenen Trademarks und Stärken hervorheben und klingen dadurch nie wirklich wie eine schlechte Kopie oder Ähnliches.

"A Symphony Of Steele" legt schon gehörig los und kann mit genialen Piano-Linien und immer wieder einnehmenden, total eingängigen Melodien vom Start an gleich überzeugen. Doch die ganze Chose auf einen einzigen Song zu dezimieren, wäre in Hinsicht auf die Qualität der gesamten Scheibe dann doch ein wenig vermessen. "The Marriage Of Heaven And Hell Part II" funktioniert nämlich nur als Ganzes. Das Album muss als Gesamtkunstwerk betrachtet werden, mit dem VIRGIN STEELE bis zu dem damaligen Zeitpunkt sicherlich den Höhepunkt ihrer kreativen Schaffensperiode erreicht hatten.

Die überlangen, total progressiv angehauchten Mittelstücke "Prometheus - The Fallen One" und "Emalaith" gehören mit Sicherheit zum stärksten und zwingendsten Material, das die Jungs bis dato rausgehauen hatten und vor allem der True Metal-Hammer "Victory Is Mine" zeigt, in welcher kreativen Hochphase sich DeFeis damals befand. Die Titel gehen sofort ins Ohr und jeder Fan weiß genau, dass VIRGIN STEELE genau so und nicht anders zu klingen haben.

Auch wenn das Album die wahrscheinlich hochkarätigsten Tracks der gesamten Bandgeschichte enthielt, ist den Jungs wieder ein wichtiger Faktor nicht aufgegangen, der sie die gesamten Jahre hindurch verfolgen würde. VIRGIN STEELE haben es, meiner bescheidenen Meinung nach, nie wirklich geschafft, ein von vorne bis hinten kompromisslos überzeugendes Album auf die Beine zu stellen. Immer wieder gesellen sich neben Jahrhundertsongs nette, aber nicht unbedingt hundertprozentige Titel, die den Gesamteindruck dauernd ein wenig schmälern.

So auch auf dieser Scheibe. So richtig ist es den Mannen rund um David DeFeis auch mit "The Marriage Of Heaven And Hell Part II" nicht gelungen, ein rundum hochqualitatives Album abzulegen. Auch wenn der Zenit mit dem ein oder anderen Track schon überschritten wurde, muss man trotz allem unumwunden zugeben, dass diese Platte wohl die besten Songs der Band aller Zeiten beinhaltet!

Mit zwei zusätzlichen Live-Versionen ausgestattet, ist auch hier nun die Neuauflage der Scheibe erhältlich und jeder Power/True Metal-Fan sollte das Album mittlerweile sowieso schon im Plattenregal stehen haben. Wer sie noch nicht hat, soll unbedingt zur remasterten Version greifen und die hochklassige Mucke der Amerikaner von VIRGIN STEELE über sich ergehen lassen, denn diese musikalische und kompositorische Genialität haben die Jungs bis dato nur noch einmal aufblitzen lassen: Und zwar auf dem "House Of Atreus"-Zkylus. Doch das ist eine andere Geschichte!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (15.04.2009)

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