Devils Whorehouse - Blood & Ashes

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VÖ: 11.05.2009
Bandinfo: DEATH WOLF
Genre: Dark Rock
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste

Das teuflische Hurenhaus ist die zweite (?) Spielwiese von Marduk-Bassmann Morgan, benannt nach einem alten Misfits-Song – und ratet mal welche Bands man in den Anfangstagen gecovert hat ? Richtig, Misfits und Samhain …

Mittlerweile, das Hurenhaus geht Richtung 10jähriges Jubiläum, klatscht der DarkRock/Metal der vier finsteren Schweden auf der erst dritten Veröffentlichung mehr an die Eier von Schinkengott Glenn Danzig oder den untoten Babylon Whores: mittels der rock´n´rolligen Grundstimmung und der treibenden Instrumentierung macht der launige Auftakt „Oceans turn to Blood“ die Erstwerke von Danzig oder Type O Negative vor dem geistigen Auge sichtbar, da aber ohne wirklich viele Ideen frisch von der Leber weg musiziert wird gibt das im direkten Vergleich leichten Punkteabzug.
Geradlinig, mit der typisch skandinavischen Düsterness versehen rockt der Vierer ohne Umwege das Haus – treibt Dämonen, Werwölfe oder lasterhafte Latexgirls in den Texten voran und macht aus seinen (teilweise)bescheidenen musikalischen Fähigkeiten meist das Beste daraus: HorrorDeathRockpunkgothwasweisich - verpackt in unterschiedlich starke Eruptionen ; mal wird eine Song / Textidee bis zum Erbrechen durchgekaut („Wicked One“), dann wird beinahe süsslich im Gothic-Topf („Speak the Name of the Dead“) gewildert und doch schaffen es die Nasen immer wieder mal zu beeindrucken – wenn auch leider viel zu selten .
Dass vor allem der rauhe, Danzig-affine Gesang und der bratzende Bass soundmäßig in den Vordergrund gestellt wurden ist sicherlich kein Zufall, sind doch Drums und Gitarren meist nur Stützen im dreckigen Dutzend. Da ist so ein Horrorzwischenspiel (The Cult of Death) ganz nützlich , wird hier doch nur mit dem beschwörenden Sprechgesang und ein paar Samples eine feine, morbide Aura aufgebaut die bei den herkömmlichen Tracks oft schmerzlich vermisst wird.

Versteht mich nicht falsch, für Freunde gepflegter wie lasterhafter Mucke bietet „Blood & Ashes“ einige gute Momente („Werewolf“ & „Shadows never Change“) ; mehr als ein anerkennendes Kopfnicken (Alternative: in der linken Hand eine kühle Flasche Bier, rechts die Gespielin fest im Griff) ist für den 40minüter aber leider nicht drin …



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: PMH (05.05.2009)

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