Arckanum - ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ

Artikel-Bild
VÖ: 19.06.2009
Bandinfo: ARCKANUM
Genre: Black Metal
Label: Debemur Morti Productions
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Ich gebe ja zu, dass diese an sich (wenn man BM Szenekennern glauben darf) legendäre Band bislang völlig an mir vorbeigegangen ist. ARCKANUM sind ein Ein Mann Projekt des Schweden Johan "Shamaatae" Lahger, der früher mal bei CONQUEST/GROTESQUE die Stöcke geschwungen hat. Dann hat er irgendwann magic and Satanism für sich entdeckt und seit 1993 kontinuierlich unter dem Banner ARCKANUM Platten veröffentlicht. Mittlerweile sechzehn Jahre später und mit durchaus erfolgreichen Vorgängerwerken im petto kredenzt uns Shamaatae insgesamt elf neue Tracks, die nach wie vor in einem alten schwedischen Dialekt vorgetragen werden und sich diesmal auf den (alt)isländischen Buchstabe Þ aufhängen.

Soweit so mystisch. Die Musik von ARCKANUM ist eher straight, ganz getreu dem Motto des Mr. Lahger I like it simple, fast and esoteric, wobei bei genauerer Betrachtung halten sich die Blastbeatphasen und die eher zurückhaltenden Momente in etwa die Waage. Wobei so zurückhaltend wie in dem doch reichlich unnötigen „Þjazagaldr“ hätte es dann auch wieder nicht sein müssen, Shamaatae lispelt über knappe fünf Minuten irgendeinen unverständlichen Stuss daher, außer ein paar Hintergrundgeräuschen verirrt sich kein einziges Instrument in den Track – gähn zum Quadrat oder so… nicht weniger kontrovers, aber zumindest von Instrumenten getragen kommt „Þá Kómu Niflstormum“ aus den Leisten, wobei auch sehr mutig das Teil, wenn das Schlagzeug erst nach gut drei Minuten Einzug halten darf und der Gesang gar nicht mal angedacht wird. Überzeugender, weil auch um einiges frischer tönt „Þrúðkyn“. Komplett im Midtempo gehalten könnte man fast meinen Lahger hätte den Black’n’Roll für sich entdeckt, sicher das Highlight auf der elffachen „Þ“ Ansammlung, dem „Þríandi“ in fast nichts nachsteht, wieder eher verhalten, bedrohlich, nicht ganz so lieblich wie sein direkter Platzhalter, aber trotzdem geiler Track, auch weil er mitunter dahinrasen darf. Was man vom Outro dann wieder nicht behaupten kann, das ist zwar kurz gehalten, aber trotzdem ein stattlich unnützes Instrumental geworden.

Licht und Schatten spiegeln sich auf „ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ“ wider, ich hab zwar jetzt eine Idee von einer Ahnung warum diese Band ein Legendenstatus umweht, so 100%ig nachvollziehen kann ich die Verherrlichung dann aber doch nicht. Interessantes Album ohne Zweifel, jedoch haben sich einige ärgerliche und auch lähmende Passagen eingeschlichen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Reini (11.06.2009)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Babymetal: 11.02.2020 Wien
ANZEIGE