Manowar - Thunder In The Sky

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VÖ: 17.07.2009
Bandinfo: MANOWAR
Genre: Metal
Label: Magic Circle
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Lineup  |  Trackliste

Juhu, die MANOWAR-EP-Welle überrollt uns wieder. Nachdem die US-Amerikaner schon eifrig Werbung für ihren "Asgard"-Auftritt im Sommer machen, bei dem sie den Fantasy-Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein im Gepäck haben, der seine Geschichten verlesen wird, werfen die Jungs rund um Band- und Sturkopf Joey DeMaio eine weitere EP als Vorgeschmack auf den Markt. Als ob die kaufkräftigen Fans nicht schon genug davon hätten?! Aber ja, lassen wir das einfach einmal so stehen, denn über die Veröffentlichungspolitik so mancher Metal-Band könnte man sich stundenlang auslassen. Trotzdem muss man unumwunden zugeben, dass absolut kein Kaufzwang besteht. Wer also kein Interesse hat, muss ja nicht gleich alles zusammen kaufen, nur weil es am Plattentisch ausliegt!

Doch kommen wir zum aktuellen Output von MANOWAR. "Thunder In The Sky" nennt sich die obligatorische EP, die überraschenderweise als Doppel-CD daher kommt. Nicht wirklich verblüffend, wenn man sich die Tracklist im Endeffekt genauer anschaut. Auf CD 2 befindet sich nämlich lediglich ein einziger Song - "Father", der in fünfzehn(!) verschiedenen Sprachen dargeboten wird. Von Deutsch, über Finnisch bis hin zu Japanisch und Kroatisch ist hier jede Sprachfamilie vorzufinden, die sich zurzeit auf unserem Planeten umher bewegt.

Sind wir also schon beim Songwriting angekommen. Der gleichzeitige Titeltrack und Opener kann schon einmal vorneweg überraschen. Ein frischer und knackiger Sound bläst einem da entgegen. Eric Adams singt wie früher und selbst der Chorus geht ins Ohr. Die Instrumentalisierung ist nicht unbedingt innovativ, doch im Endeffekt kann der Titel schon einmal überzeugen. Auch "Let The Gods Decide" erinnert an stärkere "Kings Of Metal"-Zeiten. Im Gegensatz zum überzeugenden Auftakt, kann man "God Or Man" und "Die With Honor" als nette, aber nur durchschnittliche Songs betrachten. Im Prinzip war es dann auch fast schon wieder mit neuem Material, für das wir ja immerhin das Geld ausgegeben haben, denn neben dem exklusiven "Father" findet sich nur noch eine Neuauflage des Klassikers "The Crown And The Ring" auf der Scheibe. Ein wenig schmal ist der Umfang daher schon ausgefallen!

Doch wie gesagt, von einer EP darf man nicht allzu viel erwarten! Die 16-teilige Ausführung der leider Gottes viel zu platten Ballade "Father" trägt dabei nicht wirklich zu einem positiven Nachgeschmack bei. Die Melodie ist zwar nicht schlecht, das pathetische Gefasel des Herrn Adams nervt aber schon nach ein paar Momenten und der Song könnte leicht als Fixstarter beim Grandprix der Volksmusik durchgehen. Nicht gerade ein ehrenvoller Zuspruch für eine Band, die sich selbst als härteste und beste Band der Welt bezeichnet!

Alles in allem, ist "Thunder In The Sky" eine äußerst zwiespältige Angelegenheit, die man eigentlich gar nicht zu bewerten vermag. MANOWAR bleiben ihrer außerordentlichen Linie treu, ob das aber wirklich etwas Gutes ist, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Diese Doppel-CD ist auf alle Fälle absolut kein Pflichtkauf und sollte nur mit Vorsicht genossen werden. Abschließend bleibt abzuwarten, ob sich der Hype rund um die ach so gute "Asgard-Saga" auch wirklich bestätigen wird. Bei "Gods Of War" ist die gute, alte Selbstbetüttelung ja offengestanden mehr als nur in die Hose gegangen...



Ohne Bewertung
Autor: mat (01.07.2009)

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