The Morning After - You Can't Hurt Steel

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VÖ: 10.07.2009
Bandinfo: The Morning After
Genre: Crossover
Label: Rising Records
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Lineup  |  Trackliste

Eine äußerst abwechslungsreiche Scheibe erreicht uns von den Briten von THE MORNING AFTER. Mit "You Can't Hurt Steel" legen sie ein ungemein vielfältiges Album ab, das nur so mit den verschiedensten Stilelementen spielt. Das grandiose "Lost In Time" kann dabei als bestes Beispiel für die gesamte Platte herhalten, denn genau so soll eine Crossover-Mischung aus Power Metal, Heavy Metal und stinknormalem Rock klingen. Ein heavy Riff gepaart mit einem göttlichen Refrain und etlichen Tempi-Wechseln - was will man denn noch mehr? Beim ersten Reinhören in die Scheibe, kommt einem sofort der Gedanke, dass man versehentlich eine DRAGONFORCE-Platte in den Player gelegt hat, denn vom Cover bis hin zur markanten Stimme des Fronters und gleichzeitigen Gitarristen Sam Ryder kann man schon einige Parallelen zu den britischen Kollegen erkennen. THE MORNING AFTER erreichen zwar nie diese schwindelerregenden und manchmal nervenden Geschwindigkeiten und trotzdem fühlt man sich ein wenig in brutale "Inhuman Rampage"-Zeiten zurückversetzt.

Das soll natürlich nicht heißen, dass die Jungs von THE MORNING AFTER nur kopieren, denn das ist keinesfalls richtig! Die Briten versuchen ihren eigenen, etwas abgedrehten Stil zu finden und experimentieren dabei mit den verschiedensten Stilmitteln und Methoden. Einen roten Faden gibt es nicht wirklich, obwohl man zweifelsfrei zugeben muss, dass jeder Track einen hervorragenden Refrain aufzuweisen hat. Das Cover-Artwork trifft nicht unbedingt meinen Geschmack und trotzdem passt es haargenau zu dem gebotenen Material. Auch wenn der junge Brite mit dem Ghettoblaster eher an eine Dance-Truppe erinnert, kann der Käufer versichert sein, dass er nichts anderes als eine hochexplosive Metal-Mischung erhält. Songs wie "Hell And High Water" oder "Crush Kill Destroy" können in keine enge Genre-Schublade gesteckt werden, zu vielfältig und abwechslungsreich kommen diese daher.

THE MORNING AFTER ist mit "You Can't Hurt Steel" ein absolut hervorragendes Album gelungen, das man sich immer wieder gerne anhört. Wer mit DRAGONFORCE und Konsorten nichts anfangen kann, wird auch von dieser Platte nicht überzeugt werden. Wer aber auf speedigen und eingängigen Metal steht, der liegt mit diesen Mannen von der Insel genau richtig! Ein wirklich überzeugendes Album, das Lust auf mehr macht...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (15.07.2009)

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