Vader - Necropolis

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VÖ: 21.08.2009
Bandinfo: VADER
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast GmbH
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Das erste was bei den wieder einmal runderneuerten Polen Deathern von VADER ins Auge - besser gesagt ins Ohr - springt: Der überaus fette Sound made by Tue Madsen; deswegen auch überraschend, weil man vom dänischen Knöpfchendreher in der unmittelbaren Vergangenheit eher moderne Produktionen gewöhnt war, aber bei “Necropolis” beweist Mister Madsen, dass er auch ein ordentlich tönendes Death Metal Brett zusammen zimmern kann.

Kommen wir auch noch kurz auf das neue Bandgefüge der Polen zu sprechen. Im August letzten Jahres, also kurz nach Veröffentlichung der Jubiläums CD „XXV“, nahmen ja sowohl Drummer Daray, als auch Mauser ihren Hut, letzterer weil er sich vollends auf seine neue Trällerkombo UNSUN konzentrieren wollte. Mainman Piotr "Peter" Wiwczarek fand schnell ein paar Session Members (u.a. HELL-BORN Drummer Paul und DECAPITATED Gitarrist Waclaw "Vogg" Kieltyka) und unterschrieb im Frühjahr 09 beim Branchenriesen Nuclear Blast, die sich fast zeitgleich die beiden prominentesten polnischen Härtner Kombos (neben VADER haben ja auch jüngst BEHEMOTH in Donzdorf unterschrieben) unter den Nagel rissen. Die Vorzeichen standen also trotz reichlich bewegendem Besetzungskarussell auf Sturm bei VADER, aber wird „Necropolis“ den Vorschusslorbeeren auch gerecht?

Wird es, bislang galten VADER in meinen Ohren immer schon als gute, aber halt nicht als saugute Death Combo, „Necropolis“ samt seiner filigran verspielten Technikschmankerl, seiner ultra brutalen Blastorgien, sowie der alles niederwalzenden Midtempo Stürme ist ein Knaller geworden, der lediglich ein paar kleine Schönheitsfehler aufzuweisen hat. Das Teil ist nicht nur saukurz ausgefallen, sondern weist zudem mit den unnötigen Zwischenspielereien „The Seal“ und „Summoning The Future” richtige Nichtsnutze auf, die nicht zwingend ein Durchhören des Albums zum wahren O(h)rgasmus machen und der letzte Track der regulären Edition „When The Sun Drowns in Dark“ nervt mit zwei minütiger Stille gegen Ende… Skipped man die Dinger allerdings vorausschauend gleich mal weg, brettert “Necropolis” über einen hinweg, dass man meinen könnte Piotr Wiwczarek wollte zum Einstand seiner neuen Plattenfirma gleich mal das wohl brutalste Bandwerk ever kredenzen.

Dabei versteht es Piotr diesmal wirklich vorzüglich die Balance zu finden. Nicht weiter erwähnenswert, dass einem Songs wie „Blast“ (Nomen est Omen!) oder „Anger“ (die beiden Tracks kommen übrigens zusammen auf gerade mal vier Minuten) eine deftige Ohrspülung verabreichen, dem gegenüber parken mit dem Opener „Devilized“ oder „Impure“ so richtig schön schallende Groovewatschen. Und mit den abschließendem „When The Sun Drowns in Dark“ besinnen sich VADER mitunter ihrer leicht thrashigen Vergangenheit und stilisieren diesen Track trotz der oben beschriebenen Stille zu einem weiteren Highlight dieser durch und durch empfehlenswerten Scheiblette.

Im Fall von „Necropolis“ lohnt auch der Griff zur Limited Edition, denn da drehen die Polen VENOM’s „Black Metal“ und METALLICA’s „Fight Fire With Fire“ durch den Fleischwolf!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (25.08.2009)

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