Various Artists - Grind Madness at the BBC (the Earache Peel Session)

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VÖ: 16.10.2009
Genre: Grind Core
Label: Earache Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

Es gibt wohl unumstritten nur einen Platz auf dieser Erde den man als Geburtsstätte des Grindcores bezeichnen kann, der Maida Vale Studiokomplex in der BBC in London. Es waren die Jahre 1987 bis 1990 als der legendäre und leider viel zu früh von uns gegangene DJ John Peel hordenweise junge, teils noch unbekannte Bands ins Studio holte und diese für seine Radio Show aufzeichnete. Damals konnte ja keiner wissen, dass diese Extreme, die da ausgelotet wurden, irgendwann als der Nährboden des Grindcores angesehen werden. Aber wahre Legenden gaben sich bei der BBC die Klinke in die Hand und Earache Records sei Dank wurde ein Teil dieser Sessions jetzt auf einer opulenten 3-CD umfassenden Compilation für die Nachwelt festgehalten.

Der erste und songtechnisch zumindest auch üppigste Teil ist den Krachomaten von NAPALM DEATH und EXTREME NOISE TERROR gewidment, die beiden zusammen auf unglaubliche 57 Songs kommen und sich derart einen Abknüppeln, dass man meint es gebe kein Morgen mehr. Als einfach nur kultig muss man den zweiten Teil charakterisieren: mit CARCASS (abartig!) und BOLT THROWER (wahnsinnig dumpf kommt er daher der Wartank!) thronen hier doch zwei in weiterer Folge mit Superstartruhm dekorierte Acts. Der dritte Teil fischt dann wieder eher im Underground, bringt aber mit den von mir hochverehrten GODFLESH endlich auch mal längere Songs („Pulp“ donnert gar über sechs Minuten lang im Gebälk!), bevor sich UNSEEN TERROR, HERESY und INTENSE DEGREE wieder im durchschnittlichen Minutentakt aus den Boxen heraustrümmern!

Logisch, dass man gerade soundtechnisch keine Wunderdinge erwarten sollte und schon gar nicht durfte, aber "Grind Madness at the BBC (the Earache Peel Session)" ist nicht nur eine Huldigung an John Peel, sondern obendrein sowas wie die Einstiegsdroge für den Möchtegern Grindcore Freak, taugt auch als Erziehungsmaßnahme für nicht kontrollierbare Jungspunde, bei 34 NAPALM DEATH Songs in nicht ganz einer halben Stunde werden selbst die bösesten aller Bösen Kiddies streichelweich! Grindz!



Ohne Bewertung
Autor: Reini (29.10.2009)

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