Whiplash - Unborn Again

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VÖ: 25.09.2009
Bandinfo: Whiplash
Genre: Thrash Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Hier ist ausnahmsweise mal der Name nicht Programm, denn die mittlerweile zweite Reunion der einstigen Tony Band WHIPLASH ist doch mehr als zwiespältig ausgefallen. Von der Urbesetzung ist nach dem Ableben von Bassist Tony Bono (†2002) und dem Nicht Mehr zur Verfügung stehenden Tony Scaglione lediglich Tony Portaro übrige geblieben, der hat sich mit Rich Day - Bass, Vocals (Death Corps, Primal Scream, Moondog) und Joe Cangelosi - Drums, Vocals (Kreator, Massacre, Death Corps, Cerebral Hemorrhage, Moondog) neue Mitstreiter gesucht, bei Kultproduzent Harris Johns in Berlin verschanzt und nach dem doch eher unsäglichen „Thrashback“ (1998 über Massacre Records) wieder ein neues Album aufgenommen. Als Verehrer der ersten Alben der Band („Power And Pain“ schlug 1985 wie eine sprichwörtliche Bombe im Thrash Firmament ein!) kommt mir fast ein Satz wie „hätte er es besser sein lassen“ über die Lippen, denn „Unborn Again“ kann in keiner Weise an ruhmreichere Tage (auch das zweite WHIPLASH Album „Ticket to Mayhem“ 1987 über Roadracer Records war ein amtlicher Kracher!) anknüpfen und verblasst in der Discografie der Mannen aus Passaic, New Jersey doch ziemlich.

Das mag auch an der weit zahmeren Ausrichtung liegen, vorbei sind die Tage des Brachial Thrash Metals im Hause WHIPLASH, Tony Portaro, der übrigens auch stimmlich nur mehr ein Schatten seiner selbst ist, hat seine Truppe in Richtung Gemütlichkeit austariert und es ist für wahr bezeichnend, wenn der beste Song des Werkes nicht von WHIPLASH ist, sondern das MONTROSE Cover „I've Got The Fire“ als klarer Sieger über die Ziellinie spaziert. Der Rest ist bei Zeiten Sturz langweilig („Snuff“, das mit Indianer Gesang baden gehende „Firewater“, oder das Dahin ödende „Parade of Two Legs“) und gerade der nölende, viel zu hoch ausgerichtete Gesang vom einzig verbliebenen Tony nervt mitunter gewaltig.

An sich hätte die Band zu ihrem 25-jährigen Jubiläum etwas weit besseres als diesen lauwarmen Aufguss verdient, zwar geben Songs wie das schnelle „Pitbulls In The Playground“, der Okay gehende Opener „Swallow The Slaughter“, oder der in Highspeed Gefilden daherkommende Rausschmeißer ’Feeding Frenzy’ leise Hoffnung, in Summe ist das hier Vorgelegte aber eindeutig zu wenig und grenzt bei Zeiten schon an Verhöhnung der eigenen Bandhistorie.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Reini (29.10.2009)

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