TENEBRAE IN PERPETUUM - L'Eterno Maligno Silenzio

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VÖ: 25.09.2009
Bandinfo: TENEBRAE IN PERPETUUM
Genre: Black Metal
Label: Debemur Morti Productions
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wer wieder einmal eine schnörkellosere Variante seines Black Metals haben möchte, auf Orchestrierungen alà DIMMU BORGIR und Bombastproduktionen alà KEEP OF KALESSIN verzichten kann, der ist bei den Italienern von TENEBRAE IN PERPETUUM goldrichtig. Richtig true sind die drei Herren rund um Bandgründer und Mastermind Atratus. Eine eigene MySpace Seite ist ebenso wenig vorhanden wie wirklich detaillierte Bandinfos. „L’Eterno Maligno Silenzio“ indes ist neben zwei Splits, einer EP und einer Demo der dritte Streich als Langspielrille – der zweite unter dem Banner der Undergroundschmiede Debemur Morti Productions.

Auf der fröhlichen Seite der Medaille sind die Südeuropäer nicht anzutreffen. Heisere Vocals, klirrende Gitarren, monotones Drumming und die dazu passende okkulte Fuck-Off Attitüde werden hier praktiziert und zelebriert. Es überrascht einem mit jedem Album aufs Neue, wie depressiv und abgründig Combos aus sonnenbehangenen Ländern ihre Vertonungen heraus kotzen können. Herausragend innovativ oder spannungsgeladen sind die acht Kompositionen von TENEBRAE IN PERPETUUM nicht gerade. Man bewegt sich zumeist im – wo sonst? – norwegischen Bereich und dort ganz besonders in Richtung IMMORTAL zu seligen „Pure Holocaust“-Zeiten oder DARKTHRONE in den späten 90er Jahren. Stimmlich sind die Italos noch eine Kante aggressiver geworden – Atratus hat diesen Posten Ildanach abgegeben, der auch bei ABSENTIA LUNAE kreischt und dementsprechende Erfahrungswerte vorweisen kann. Meistens ist man im Highspeedbereich unterwegs, lockert diese Geschwindigkeitspassagen immer wieder mit schleppenden und dissonanten Abstechern in Melodiegefilde auf. Hervorstechend ist die Gitarrenarbeit Atratus‘. Er weiß die Schraube richtig anzuziehen, lockt mit eiskalten Hooks („Dissoluzione In Preghiera“ oder „Dei Corpi Silenti“) und breiten Wänden („Il Morto Cthulhu Aspetta Sognando“). Daneben bleibt für die restlichen Bandmates nicht viel Platz um zu glänzen. Die restlichen Instrumente wirken wie programmgemäßes Beiwerk, verblassen zumeist und wurden auch in der Gesamtproduktion sträflich untergraben.

Viel mehr gibt’s eigentlich nicht hinzuzufügen. Die Eigenständigkeit ist bei TENEBRAE IN PERPETUUM nun mal leider nicht hörbar, womit die (durchaus gut durchdachten) Tracks auch nicht sonderlich weit über den genreüblichen Tellerrand hinausragen. Die Songs ähneln sich auch untereinander erschreckend oft und entlocken dem Hörer vielleicht auch mal ein ungewolltes Gähnen. Unsere südlichen Nachbarn sind aber beileibe keine blutigen Anfänger mehr und wissen, leider selten, episch anmutende Riffs in die Gesamtstruktur einzubauen, die positiv herausstechen. Am besten sind TENEBRAE IN PERPETUUM dann, wenn sie ihren Sound mal schleifen lassen und die Stromgitarre auf „Freeze“ stellen. Durchaus hörbares Teil, das sich aber leider zu oft in kongruent klingenden Ideen verliert.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (15.11.2009)

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