HYPNOSIS - The Synthetic Light of Hope

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VÖ: 09.10.2009
Bandinfo: HYPNOSIS
Genre: Death Metal
Label: Dark Balance
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Lineup  |  Trackliste

Ja, es gibt sie noch: Metal Bands, die versuchen einen ureigenen Stil zu kreieren. Und doch muss man diesen an und für sich lobenswerten Ansatz oft als misslungen bezeichnen, da das Resultat bisweilen für gröbere Enttäuschungen sorgt als der 100. Aufguss des Bekannten.
Dies gilt in manchen Punkten leider auch für HYPNOSIS. Das französische Dreigespann spielt “Hybrid Death Metal“ und stellt sich damit mitunter selbst ein Bein. Gegen eine Hybridvariante eines bekannten Subgenres sollte man prinzipiell keinen Groll hegen. Doch wenn diese Hybridversion in erster Linie Chaos bedeutet, bleibt der Spaß am Gehörten etwas auf der Strecke.

So geschehen bei “The Synthetic Light of Hope“: Auch wenn die technischen Fähigkeiten der Bandmitglieder überzeugen und manche Elemente der Songs erfrischend und gelungen erscheinen, muss man sich leider mit überladenen Songs auseinandersetzen, die zum Teil auf ganzer Linie scheitern. Der Opener “Blood Tears“ ist ein gutes Beispiel für den abstrusen Stil der Band: Industrialeinflüsse, rasante Gitarrenläufe, Keys und eine Vielzahl an zusammengekleisterten Schichten sorgen für ein etwas anstrengendes Gesamtbild. Dabei lassen sich viele Adjektive finden, um das gehörte zu beschreiben: Modern, wirr, rasant, abwechslungsreich, progressiv, atmosphärisch etc.
Trotz mitunter gelungener Teile bleibt das Resultat aber leider vor allem eines: Durchschnittlich! Obwohl die partiell eingesetzten weiblichen Vocals interessant klingen, Teilaspekte der erzeugten Atmosphäre absolut gelungen sind und die Vision der Band prinzipiell zu begrüßen ist, so bleibt das Songmaterial einfach nicht überzeugend genug. Natürlich hat man sich eine große Hürde gesetzt, doch scheint diese mit “The Synthetic Light of Hope“ nicht übersprungen worden zu sein. HYPNOSIS sollten ihre Kräfte bündeln und ihre Vision umsetzen, in dem man sich von überschüssigem Ballast befreit. Nur dann kann das zweifellos vorhandene Talent der Band genützt werden.
Falls jemand trotz dieser Worte nicht abgeschreckt wurde, sollten die Songs “[Kill Me] When I Dream“ und “The Day We Failed“ angestestet werden.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: El Greco (24.11.2009)

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