Hollenthon - Tyrants and Wraiths

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VÖ: 00.11.2009
Bandinfo: Hollenthon
Genre: Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Groß war sie, die Enttäuschung, als PUNGENT STENCH die Segel strichen. Auch die Ankündigung wonach Martin Schirenc immerhin mit HOLLENTHON weiterhin Musik machen wollte, linderte den „Schmerz“ nur bedingt. Zum Glück folgten auf die Worte auch Taten und Mr. Schirenc begann, HOLLENTHON tatsächlich zu forcieren. “Opus Magum“ erwies sich als überaus gelungenes Werk und – siehe da – der nächste Streich folgt bereits jetzt!

Und zwar handelt es sich bei “Tyrants and Wraiths“ um eine EP, die aus vier Songs und zwei Videos besteht. Besonders auf die vier neuen Songs dürften die HOLLENTHON Fans schon sehnsüchtig gewartet haben. Und eines wird klar: HOLLENTHON machen genau dort weiter, wo sie aufgehört haben! Und diese Feststellung ist als Kompliment zu vertehen! “Tyrants and Wraiths“ ist so ein Song, der als Paradebeispiel für das Hollenthonsche Liedgut aus der post-Pungent Stench Ära gelten kann. Die Mischung aus dickem Groove und orchestralen Elementen bleibt zu jedem Zeitpunkt eingängig. Zudem bleibt die Chose eindeutig “Metal“, obwohl die klassischen Elemente omnipräsent sind. Wenn THERION wieder metallischer zu Werke gehen würden, so würden sie einen Song wie das darauf folgende “Innocent Sin“ schreiben. Hypnotische Riffs folgen einem orchestralen Beginn, bis die klassischen Elemente wieder verstärkt werden. Dieses Zwischenspiel der sich nur vermeintlich negierenden Welten funktioniert auch hier prächtig. Auch “Deathly Dirges“ wird die Fans der Band absolut zufrieden stellen. Die typischen Trademarks der Band bleiben auch hier erhalten, wenngleich der Song etwas brutaler ausfällt als man dies gewohnt sein mag. Wohltuend erfrischend ist der abschließende Track “Of Hollow Men“: Zu Beginn setzt Sprechgesang ein, woraufhin eine dunkle Atmosphäre aufgebaut wird. Daraufhin entwickelt sich der Song zu einem Midtempostampfer, bei dem es sogar starken Klargesang zu hören gibt.

“Tyrants and Wraiths“ kann ich demnach eindeutig empfehlen. Was beim ersten Durchlauf noch sperrig wirkt, kann bereits beim zweiten Hördurchgang leicht erschlossen werden. Die Songs sind trotz dieser Mischung aus Klassik und Metal (und demnach auch zwangsläufig aus Atmosphäre und Härte) nie überladen, sondern offenbaren einem den berühmten roten Faden, sofern man ihn denn finden will. HOLLENTHON haben sich ihren eigenen Stil erschaffen, der inzwischen auch absolut authentisch wirkt. Übrigens sollten nicht nur Herr Schirenc und seine Mitmusiker gelobt werden. Auch die Texte aus der Feder von Frau Schirenc können sich absolut sehen/lesen lassen! Auch dies sollte man mal lobend erwähnen. Mit einem Wort: Bravo!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (22.12.2009)

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