Helloween - Unarmed - Best Of - 25th Anniversary

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VÖ: 29.01.2010
Bandinfo: HELLOWEEN
Genre: Power Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Geburtstagsgeschenk nennen es die HELLOWEEN Jungs, ein intimes, eher für die Band, als für die Fans gedachtes, eine Art egoistisches Mittel um Mut zu beweisen. Was auch mit einbezieht, dass man diese Best Of Zusammenstellung nicht mit „normalen“ Outputs aus dem Hause HELLOWEEN vergleichen darf und schon gar nicht sollte. Gewagter, Aufsehen erregender und auch prickelnder als ein schnöd zusammen gewürfeltes Unplugged und/oder Akustikteil sind die Neuadaptierungen diverser HELLOWEEN Classics aber allemal, wenn auch mehr als gewöhnungsbedürftig und für viele (auch die Die Hard Fans!) sicher befremdend oder gar ungenießbar.

Aufgebaut ist das komplette Album rund um das Herzstück, die „Keeper’s Trilogy“, die wie der Name ja bereits verrät alle drei Keeper Tracks („Halloween“, „Keeper Of The Seven Keys“ und „The King for a 1000 Years“) zu einem opulenten, 17 Minuten dauernden Medley zusammenfasst, bei dem das 70 Mann starke Prager Symphonieorchester samt den Chören der Gregorian Sänger tonangebend ist – eine Klassik Demonstration, die gänzlich ohne Gitarren trotzdem tief, ganz tief unter die Haut geht!

Trotz dieser Gänsehautpassage(n), viele Phasen dieses Albums werden (nicht nur) die absolut treuen HELLOWEEN Supporter und Verehrer reichlich verdutzt im Regen stehen lassen, wie erklärt man die neuen, die kreativen Facetten, das de-facto nicht Vorhandensein von fett bratenden Gitarren? Ein „Dr. Stein“, mit Ska- und Swing Einflüssen samt Bläsereinsätzen, „If I Could Fly“ und „Falling To Pieces“ sind Pop pur, in „Eagle Fly Free“, welcher balladesk dargeboten wurde, darf HELLSONGS Koryphäe Harriet Ohlsson den Mr. Deris an die Wand hauchen und das abschließende „A Tale That Wasn't Right“ mutierte zu einer getragenen, Orchesteraufführung. In allen Songs ist zwar - logischerweise - HELLOWEEN in Ansätzen drinnen, mit der gewohnten Vergangenheit haben die Neuadaptierungen aber nichts, absolut nichts gemein.

Nimmt man diesem Best-Of das HELLOWEEN Etikett runter, dann bekommt man eine durchaus interessante, spannende, auch zuckersüße, aber hochmusikalische Reise geboten, jene die HELLOWEEN kennen und schätzen werden aber nach wie vor mit dutzenden Fragezeichen in der Gegend herumlaufen… Interessant, anders, interessant kontrovers, interessant feinfühlig, interessant neu interpretiert… Entscheidungs- bzw. Kaufhilfe ist das Alles trotzdem keine, vorheriges Rein hören wird in diesem Fall quasi zur Pflichtübung!



Ohne Bewertung
Autor: Reini (25.01.2010)

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