Destinity - XI Reasons To See

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VÖ: 19.02.2010
Bandinfo: Destinity
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Lifeforce Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Auf Album Nummer Sieben (glaubt man metal-archives.com) haben sich die Franzosen von DESTINITY endgültig ihrer symphonischen Black Metal Vergangenheit entledigt, waren auf dem absolut überzeugenden Vorgängerwerk „The Inside“ diese noch in Nuancen auszumachen, findet man auf „XI Reasons to See“ blackmetallische Versatzstücke nicht einmal mehr mit der Lupe. Dafür ist das Melodieverständnis der Mannen aus Lyon noch einmal massiv gesteigert worden. Die zehn neuen Songs sind de facto eine melodische Death Metal Achterbahnfahrt, die - DESTINITY sei Dank - ohne eine einzige Chart Popigkeit der Sorte IN FLAMES und/oder SOILWORK auskommt und sogar die spärlichen clean eingesungenen Refrains mit einer hinterfotzigen Rotzigkeit zu unterlegen mag.

Neben all der von den Mannen aus Lyon zelebrierten und konsequenten, dabei aber immer hoch melodischen Raserei tut ein Midtempo Stampfer wie „To Touch the Ground“, oder ein etwas verhalten daherkommender Track wie „Rule of the Rope“ richtiggehend gut, beide lockern neben dem ruhig-sphärischen Intro „Just Before…“ die Sache ungemein auf und bereiten uns auf Nackenmuskel verzehrende Tracks a la „A Dead Silence, „When They Stand Still“, „Got Smile Sticking” usw. vor.

DESTINITY mausern sich schön langsam zur Eierlegenden Woll-Milch-Sau des Melodic Death Metals, lange nicht so poppig und cheesy wie Teile der Schweden Fraktion, dabei aber immer noch eingängig genug und überdies mit immensen technischen Fähigkeiten versehen, welche aber nie in progressive Wirrungen ausarten – die Franzmänner könnten bei nötigem Support den vermeintlich größeren, bekannteren Bands des Subgenres durchaus das Wasser abgraben…Was fehlt zur Glückseeligkeit? Vielleicht ist „XI Reasons To See” eine Spur zu lang ausgefallen, ein Song weniger, eine Nuance mehr an Knackigkeit, die neumodischen Auswüchse vielleicht ein wenig zurücknehmen, klingt pingelig? Ist es auch, denn die Luft ganz oben ist nun mal verdammt dünn, dafür sollte man gerüstet sein, DESTINITY sind am Weg dorthin, erklommen haben sie die Spitze aber (noch) nicht!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (08.02.2010)

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