White Wizzard - Over The Top

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VÖ: 08.02.2010
Bandinfo: WHITE WIZZARD
Genre: NWoBHM
Label: Earache Records
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Lineup  |  Trackliste

Die “Highspeed GTO” EP (Review findet ihr hier…) als erstes Reinschnuppern in die Metalwelt war schon gut, ließ den LA Traditionalisten von WHITE WIZZARD aber noch genug Luft nach oben. Der erste Longplayer der Truppe macht dann aber nahezu alles richtig, ein Leckerbissen für die Kuttenträgerfraktion, für die Freunde des KEEP IT TRUE (welches WHITE WIZZARD im April 2010 übrigens eröffnen werden!) – WHITE WIZZARD, das ist nach wie vor diese reichlich antiquierte, aber dennoch quicklebendige Mischung aus hoch melodischen JUDAS PRIEST, deutlich weniger epischen IRON MAIDEN, einem Wyatt Anderson der dann und wann auch KING DIAMOND Konkurrenz machen kann und WHITE WIZZARD räumen nebenbei noch bei Bands wie CLOVEN HOOF, DIAMOND HEAD sowie zig anderen Vertretern der NWOBHM alles ab, was sie in die Finger bekommen können.

Natürlich dürfen wir hier keine technischen Schmankerln oder Fingerverrenkungen der Saitenfraktion erwarten, die Songs sind allesamt eingängig zum Quadrat (gerade das Eröffnungstripple „Over The Top“, „40 Deuces“ und „High Roller“ hat beinahe Weltklasseformat!) und hieven WHITE WIZZARD mit dieser Veröffentlichung an die Spitze der jungen Wilden, die so gerne vor 20 oder mehr Jahren musiziert hätten. Da müssen die Labelkollegen von CAULDRON oder NoiseArt Records neuestes Baby STEELWING erst mal nachziehen. Bis dahin kann sich der Freund und Kenner der Traditionellen Metalschiene aber mit „Over The Top“ vorzüglich unterhalten. Eine deutliche und nicht unbedingt erwartete Steigerung zur Debüt EP – die gibt’s für Sammler übrigens in zwei Versionen: einmal als „White Wizzard“ 2008 in Eigenregie erschienen und einmal in der Earache Version namens „Highspeed GTO“ (da wurde dann aus dem Track „Iraq Attack“ einfach „Red Desert Skies“)!

Da diesmal das Coverartwork auch wieder herrliches 80ies Fantasyfeeling versprüht und die Jungs sich selber nicht zu 100% ernst nehmen, darf man gerade den vergangenheitsbehafteten Metalfreunden ein Reinhören dringend anraten, bis dahin kann man aber auch einfach den saucoolen Videoclip zum Titelsong genießen:



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (05.02.2010)

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